Eva S. Poluda (* 29. September 1943 in Gießen; auch Eva Sabine Poluda-Korte) ist eine deutsche Psychoanalytikerin und Autorin. Bekannt wurde sie insbesondere für die Theorie des lesbischen Komplexes.

Leben Eva S. Poluda studierte Germanistik und Psychologie in Köln und absolvierte ihre psychoanalytische Ausbildung am Horst-Eberhard-Richter-Institut in Gießen. Seit 1991 arbeitet sie als Psychotherapeutin und Lehranalytikerin der Köln-Düsseldorfer Arbeitsgemeinschaft der DPV in Brühl bei Köln.Autorenseite Psychosozial-Verlag

Werk Eva S. Poludas Arbeiten befassen sich mit der psychosozialen Entwicklung der Geschlechter, psychoanalytischer Literaturinterpretation, therapeutischer Technik, Ethnopsychoanalyse und der feministischen Kritik an der Psychoanalyse.

Der lesbische Komplex Der lesbische Komplex beschreibt den zentralen psycho-sexuellen Entwicklungskonflikt des Mädchens. Der von Freud geprägte Ödipus-Komplex fokussiert auf den Jungen, der realisieren muss, dass nicht er das Liebesobjekt der Mutter ist (sondern der Vater), sein libidinöser Wunsch aber auf andere Frauen übertragbar ist. Im lesbischen Komplex hingegen realisiert das Mädchen, dass es nicht das Liebesobjekt der Mutter ist und dass der libidinöse Wunsch gegenüber anderen Frauen mit dem Homosexualitätstabu belegt ist.

Schriften Literatur von und über Eva S. Poluda im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Enthält Wiederabdrucke von u. a.:

Interviews

Literatur

Weblinks Autorenseite Psychosozial-Verlag

Einzelnachweise

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