mini|Grandholm Mill mini|Panorama, 1876 Die Grandholm Mill ist eine ehemalige Mühle, Spinnerei und Weberei in der schottischen Stadt Aberdeen. 1991 wurde der Industriekomplex in die schottischen Denkmallisten in der höchsten Denkmalkategorie A aufgenommen.

Geschichte 1792 begannen Leys, Still & Co. mit dem Bau der Grandholm Mill. Das Unternehmen, das später als Leys, Masson & Co. tätig war, betrieb die Mühle als Flachsspinnerei. Zu Bauzeiten zählte sie zu den höchsten Gebäuden Schottlands. Das Unternehmen, das zu den größten Flachsspinnern in Schottland gehörte, erklärte 1848 bankrott. Bis 1850 betrieben Hadden & Curtis die Grandholm Mill, bevor J & J Crombie den leerstehenden Komplex erwarben. Sie stellten die Mühle auf den Betrieb als Weberei um und produzierten fortan Tweed. In den folgenden 60 Jahren wurde der Standort deutlich erweitert. Zu Spitzenzeiten waren dort rund 3000 Personen beschäftigt. Nach einem Brand im Jahre 1900 wurden die oberen beiden Stockwerke der Mühle abgetragen. Im Ersten Weltkrieg trugen etwa 10 % der britischen Offiziere Tweedmäntel aus der Produktion Crombies. Zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs wurden jährlich rund 760 Kilometer Tuch produziert. 1960 war die Grandholm Mill der größte Tweedhersteller der Vereinigten Königreichs. Des Weiteren wurden Seide, Wolle, Kaschmir und Garne produziert. 1992 wurde der Betrieb geschlossen und es wurde ein Besucherzentrum eingerichtet. Bei einem Brand 1999 ging die Ausstellung mitsamt zahlreicher Dokumente und Webstühlen verloren.Aberdeen Archives, Gallery & Museum: Grandholm MillsThe Silver City Vault: Grandholm Mills Der Komplex mitsamt der Lagergebäude wurde in den 2000er Jahren zu Wohnraum umgenutzt.

Beschreibung Die Grandholm Mill steht im Norden Aberdeens nahe dem Fluss Don.Karte der Ordnance Survey Das viergeschossige längliche Gebäude ist aus Granitquadern aufgemauert. Seine Hauptfassaden sind 17 Achsen weit. Markant ist der quadratische Turm am östlichen Abschluss. Der fünfgeschossige Turm schloss einst mit einer Kuppel, die jedoch im Jahre 1900 abgetragen wurde.

Der Mühlkanal zweigt westlich des Komplexes Wasser aus dem Lauf des Don ab. Der aus mörtelverfugtem Granitbruch bestehende Kanal weist eine Breite von 1,2 Meter bei einer Tiefe von etwa 1,3 Meter auf. Ursprünglich war ein von Hewes & Wren gefertigtes Wasserrad mit einem Durchmesser von 7,6 Metern bei einer Breite von 6,4 Metern eingesetzt, das sich heute in der Sammlung des Royal Museums in Edinburgh befindet. Später wurde eine horizontale Hercules-Turbine von John Turnbull & Sons aus Glasgow installiert. 1889 wurde eine Dampfmaschine von Douglas & Grant in einem separaten Gebäude ergänzt.

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