Marita Krâl (* 22. März 1935Das Geburtsjahr von M.K. ist öffentlich nicht bekannt. Da die damaligen Bühnenverträge am Opernhaus Nürnberg bei weiblichen Ensemblemitgliedern jedoch im Regelfall am Jahresende nach der Vollendung des 60. Lebensjahres oder zum Ende der laufenden Spielzeit endeten, ist von 1935 als Geburtsjahr auszugehen. (?) auf Norderney, als Marita Kupke) ist eine deutsche Opern- und Operettensängerin (Soubrette) und Musicaldarstellerin.
Leben Ausbildung und erste Engagements Marita Krâl studierte zunächst Ballett, bevor sie zum Gesangsstudium an die Musikhochschule Berlin ging.o.A.: Wir stellen vor Marita Krâl. Gesangs- und Tanzsoubrette. Kurzbiografie. In: Programmheft zur Aufführung Im weißen Rößl vom 7. April 1980. Ihr Bühnendebüt erfolgte noch während ihres Studiums im Rahmen der Berliner Festwochen in einer selten gespielten Oper von Giovanni Bononcini. Ihr erstes Engagement als „Opernsoubrette mit Koloratur“ trat Krâl an der damaligen Kammeroper Berlin an, wo die Blonde in Die Entführung aus dem Serail ihre erste Rolle war. Es folgten Engagements an den Städtischen Bühnen Kiel (Spielzeit 1962/63) und am Stadttheater Regensburg (1963–1965).Marita Krâl. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1963. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 71. Jg., Hamburg 1963, S. 390 und 566 (Register).Marita Krâl. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1964. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 72. Jg., Hamburg 1964, S. 390 und 602 (Register).Marita Krâl. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1965. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 73. Jg., Hamburg 1965, S. 385 und 600 (Register). Ab der Spielzeit 1965/66 war sie an den Wuppertaler Bühnen verpflichtet.Marita Krâl. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1966. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 74. Jg., Hamburg 1966, S. 446 und 626 (Register). In der Konzertsaison 1965/66 übernahm sie die Sopran-Partie im Weihnachts-Oratorium von Johann Sebastian Bach bei einer Aufführung im Konzertsaal der Staatlichen Hochschule für Musik in Berlin.Bach: Weihnachtsoratorium. Konzertprogramm. Abgerufen am 6. Dezember 2025. 1966 trat sie bei den Eutiner Festspielen auf.Marita Krâl. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1967. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 75. Jg., Hamburg 1967, S. 253 und 631 (Register).
Ab November 1968 gastierte sie am Operettenhaus Hamburg neben Zarah Leander in der Uraufführung und den Folgevorstellungen des Musicals Wodka für die Königin von Peter Thomas und wurde daraufhin von Intendant Werner Saladin fest an das Haus engagiert.Wodka für die Königin [Hamburg / Besetzung]. Abgerufen am 6. Dezember 2025. In der Spielzeit 1969/70 hatte sie Gastengagement bei der „Deutschen Gastspieloper e.V.“ in Berlin.Marita Krâl. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1970. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 78. Jg., Hamburg 1970, S. 232 und 695 (Register).
Engagement am Opernhaus Nürnberg Nach einem erfolgreichen Gastspiel als Belotte in der Operette Madame Pompadour wurde Marita Krâl von dem damaligen Nürnberger Generalintendanten Karl Pschigode zu Beginn der Spielzeit 1969/70 als „Koloratur-Soubrette für Oper und Operette“ fest an das Opernhaus Nürnberg verpflichtet.Marita Krâl. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1970. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 78. Jg., Hamburg 1970, S. 431 und 695 (Register). Sie gehörte dem Opernhaus Nürnberg ohne Unterbrechung für insgesamt 27 Spielzeiten bis 1996 als festes Ensemblemitglied an. Krâl wirkte während ihres Engagements in 39 Opern-, 30 Operetten- und 13 Musical-Produktionen mit.
Operette Marita Krâl sang in Nürnberg alle großen Soubrettenrollen der Goldenen und Silbernen Operetten-Ära, insbesondere in den Werken von Johann Strauss (Sohn), Carl Millöcker, Franz Lehár, Emmerich Kálmán und Leo Fall. Pro Spielzeit wurde sie meist in mehreren Neuproduktionen im Bereich Operette eingesetzt und wurde vom Publikum besonders als Adele in Die Fledermaus und als Briefchristl in Der Vogelhändler geschätzt.
In der Spielzeit 1969/70 übernahm sie in ihrer ersten Nürnberger Premiere die Rolle der Komtesse Stasi in einer Neuinszenierung der Operette Die Csárdásfürstin.Die Csárdásfürstin. Besetzungszettel vom 27. September 1969. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1969/70 trat sie außerdem wieder als Belotte in Madame Pompadour auf.Madame Pompadour. Besetzungszettel der Spielzeit 1969/70. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1974/75 war sie die Valencienne in einer Neuinszenierung der Operette Die lustige Witwe, die sie auch in der Wiederaufnahme der Produktion in der Spielzeit 1980/81 sang.Die lustige Witwe. Besetzungszettel vom 4. Mai 1975. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025.Die lustige Witwe. Besetzungszettel vom 25. Oktober 1980. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1975/76 übernahm sie die Rolle der Bronislawa in einer Neuinszenierung der Operette Der Bettelstudent.Der Bettelstudent. Besetzungszettel vom 3. April 1976. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1976/77 wurde sie als Probiermamsell Pepi Pleiniger in einer Neuinszenierung der Operette Wiener Blut besetzt.Wiener Blut. Besetzungszettel vom 15. Oktober 1976. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1977/78 war sie, jeweils in Neuinszenierungen, das Hannchen in Der Vetter aus Dingsda und die Lisa in Gräfin Mariza.Der Vetter aus Dingsda. Besetzungszettel vom 28. Oktober 1977. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025.Gräfin Mariza. Besetzungszettel vom 21. Juli 1978. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1978/79 verkörperte sie die Ottilie Giesecke in einer Neuinszenierung der Operette Im weißen Rößl.Im weißen Rößl. Besetzungszettel vom 21. April 1979. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
In der Spielzeit 1980/81 war sie die Metella in einer Neuinszenierung der Offenbach-Operette Pariser Leben.Pariser Leben. Besetzungszettel der Spielzeit 1980/81. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1981/82 sang sie erneut die Komtesse Stasi in einer Neuproduktion der Kálmán-Operette Die Csárdásfürstin.Die Csárdásfürstin. Besetzungszettel vom 6. Februar 1982. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1982/83 übernahm sie die Rolle der Juliette Vermont in der Lehár-Operette Der Graf von Luxemburg.Der Graf von Luxemburg. Besetzungszettel vom 7. November 1982. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1983/84 sang sie in Neuinszenierungen die Angèle Aubier in Der Opernball und die Prinzessin Mi in Das Land des Lächelns.Der Opernball. Besetzungszettel vom 21. April 1984. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025.Das Land des Lächelns. Besetzungszettel vom 7. Juli 1984. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1984/85 folgten jeweils in Neuinszenierungen die Bella Giretti in Papanini und die Margot in Die Dubarry.Paganini. Besetzungszettel der Spielzeit 1984/85. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025.Die Dubarry. Besetzungszettel vom 14. April 1985. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1985/86 war sie als Köchin Ciboletta in einer Neuinszenierung der Operette Eine Nacht in Venedig zu hören.Eine Nacht in Venedig. Besetzungszettel vom 21. November 1985. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1987/88 sang sie die Titelrolle in der Operette Die keusche Susanne.Die keusche Susanne. Besetzungszettel vom 13. März 1988. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
In der Spielzeit 1990/91 war sie die Öffentliche Meinung in der Neuinszenierung der Offenbach-Operette Orpheus in der Unterwelt in der Regie und Bearbeitung von Edmund Gleede.Orpheus in der Unterwelt. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025.Orpheus in der Unterwelt. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1992/93 trat sie an der Seite von Barry Hanner (als Bobèche) als Königin Clementine in einer Neuinszenierung der Operette Blaubart von Jacques Offenbach auf.W. Bronnenmeyer: «Blaubart» in Nürnberg. Aufführungskritik. In: Opernwelt. Ausgabe Nr. 4 / April 1993, S. 34.
Musical In der Spielzeit 1969/70 übernahm sie mit der Rolle der Ann/Bianca in Kiss Me, Kate auch ihre erste Musical-Partie am Opernhaus Nürnberg.Kiss me, Kate. Besetzungszettel der Spielzeit 1969/70. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1971/72 verkörperte sie die Rolle der Anna in einer Neuinszenierung von Paul Burkhards „Musikalischer Komödie“ Das Feuerwerk.Das Feuerwerk. Besetzungszettel der Spielzeit 1971/72. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1972/73 übernahm sie die Titelrolle in Annie Get Your Gun.Annie Get Your Gun. Besetzungszettel der Spielzeit 1972/73. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
Ab Juli 1973 sang sie, mit Partnern wie Kurt Leo Sourisseaux und Günther Tabor als Professor Higgins, im Musical My Fair Lady die Rolle des Blumenmädchens Eliza Doolittle, die in den folgenden 16 Jahren in über 120 Vorstellungen zu ihrer besonderen „Glanzrolle“ und zu ihrer persönlichen Lieblingsrolle am Opernhaus Nürnberg wurde.My Fair Lady. Besetzungszettel der Spielzeit 1973/74. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025.My Fair Lady. Besetzungszettel der Spielzeit 1973/74. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
In der Spielzeit 1986/87 übernahm sie die dramatische Rolle der Sängerin Julie LaVerne im Musical Show Boat.Show Boat. Besetzungszettel der Spielzeit 1986/87. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025. In der Spielzeit 1988/89 präsentierte sie auf der Probebühne des Opernhauses Nürnberg das Ein-Personen-Musical Heute Abend: Lola Blau von Georg Kreisler über eine junge jüdische Bühnenkünstlerin, deren Karriere durch den „Anschluss Österreichs“ zerstört wird.Lola Blau. Stadtarchiv Nürnberg. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
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