mini|Rede am Tribal Clean Energy Summit 2024 Jade Begay (Diné und Tesuque Pueblo, New Mexico) ist eine indigene Klima- und Umweltaktivistin, Medienproduzentin, Narrative-Strategin und politische Fürsprecherin für Indigene Rechte und Klimagerechtigkeit in den USA. Sie ist Director of Policy & Advocacy beim NDN Collective und Mitglied des White House Environmental Justice Advisory Council (WHEJAC).

Herkunft und Identität Jade Begay gehört dem Stamm der Tesuque Pueblo an (12 km nördlich von Santa Fe) und hat auch Verbindungen zur Diné (Navajo) Nation und den Southern Ute. Ihre indigene Herkunft, kulturelle Bindung an Land und Wasser sowie das Bewusstsein für indigene Selbstbestimmung prägen die Grundlage ihres Aktivismus.

Ausbildung Begay hat 2011 einen Bachelor (B.A.) in Film- und Video-Kommunikation an der Columbia College Chicago erworben. Zusätzlich besitzt sie einen Master (M.A.) in Environmental Leadership von der Naropa University. Diese akademische und medienbezogene Ausbildung ermöglicht ihr, Umwelt-, Klima- und indigene Rechte mit kreativer Medienarbeit und strategischem Storytelling zu verbinden.

Tätigkeiten und Rollen

Seit 2019 ist sie Climate Justice Campaign Director bzw. Director of Policy & Advocacy beim NDN Collective. Sie arbeitet als Medienproduzentin, Filmemacherin und Kommunikationsstrategin, oft mit NGOs und indigenen Organisationen zusammen, national und international, von der Arktis bis zum Amazonas-Regenwald. Darüber hinaus sitzt sie im Vorstand von Initiativen wie Amazon Watch und Native Conservancy.

Aktivismus & thematische Schwerpunkte Jade Begays Engagement umfasst unter anderem:

Klimagerechtigkeit und Umweltgerechtigkeit – mit Fokus auf indigene Gemeinschaften und traditionelles ökologisches Wissen. Selbstbestimmung indigener Völker: Schutz von Land, Wasser und kulturellen Rechten, Widerstand gegen Umweltzerstörung. Narrative Arbeit & Medienproduktion: Filme, Kampagnen, Storytelling sowie Öffentlichkeitsarbeit, damit indigene Stimmen in Umwelt- und Klimadebatten gehört werden. Politische Interessenvertretung & Lobbying: Sie hat vor dem US-amerikanischen Repräsentantenhaus gesprochen und war als Vertreterin indigener Perspektiven auf globalen Klimakonferenzen (z. B. COP26, COP28) aktiv.

Einfluss und Bedeutung Jade Begay zählt international zu den vertrauenswürdigen Stimmen, wenn es um die Schnittstelle von Indigener Selbstbestimmung, Klimagerechtigkeit und politischer Wirkung geht. Mit ihrer Kombination aus Medienkompetenz, akademischem Hintergrund und politischem Engagement stärkt sie die Sichtbarkeit indigener Communities – innerhalb wie außerhalb der USA. Durch ihre Rolle im NDN Collective und im White House Advisory Council beeinflusst sie konkrete Klimapolitik und setzt sich für gerechte Übergänge („Just Transition“) und den Schutz indigener Gebiete ein. Die ehemalige demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris hat Jade Begay laut Angaben von Befürwortern als Direktorin für die Einbindung von indigener Gemeinschaften eingestellt.

Publikationen & Beiträge Jade Begay schreibt regelmäßig Texte zu sozialen, ökologischen und politischen Themen – etwa im Magazin YES! Magazine. Schwerpunkte: Klimagerechtigkeit, kollektives Überleben (auch auf die Covid-19-Pandemie bezogen), indigene Perspektiven in Krisenzeiten.

Auswahl:

Native Survival Memories for the Future On July 4, We Need to Prioritize Interdependence. Our Future Depends on It Prolonged Uprising Is the New Normal

Weblinks

Lebenslauf Interview

Einzelnachweise

Kategorie:Umweltaktivist Kategorie:Navajo (Person) Kategorie:Klimaschutzaktivist Kategorie:Indigenenaktivist (Vereinigte Staaten) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Indianischer Bürgerrechtler Kategorie:Person (New Mexico) Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Frau