Hildesheimer Wald – Sonnenberg bezeichnet ein Naturschutzgebiet in der niedersächsischen Stadt Hildesheim.
Allgemeines Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG HA 259 ist circa 221 Hektar groß. Es ist deckungsgleich mit einer Teilfläche des rund 1247 Hektar großen EU-Vogelschutzgebietes „Hildesheimer Wald“.Hildesheimer Wald, Natura-2000-Gebiete, Bundesamt für Naturschutz. Abgerufen am 4. Dezember 2025. Im Norden grenzt es an das Landschaftsschutzgebiet „Klosterlandschaft Marienrode“. Das Gebiet steht seit dem 13. November 2025 unter Naturschutz. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist die Stadt Hildesheim.
Beschreibung Das Naturschutzgebiet liegt südwestlich von Hildesheim auf dem nördlichen Buntsandsteinrücken des Hildesheimer Waldes. Es umfasst einen Ausschnitt des Hildesheimer Waldes mit naturnahen Laubwäldern als Teil eines ausgedehnten und unzerschnittenen Waldgebietes. Die aus ehemaliger Mittelwaldnutzung hervorgegangenen Wälder stellen ein Relikt der historischen Kulturlandschaft dar. Die Wälder sind vielfach als Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwäldern ausgebildet. Sie werden von Stiel- und Traubeneichen dominiert und verfügen über einen hohen Altholzanteil. In Teilbereichen sind Buchenwälder zu finden. In die Wälder sind stellenweise Nadelholzbestände eingestreut. Ein Teilbereich im Süden des Naturschutzgebietes unterliegt der natürlichen Waldentwicklung. In Quertälern verlaufen teilweise naturnahe Bäche mit Quellbereichen und kleinflächigen Quell- und Bachauenwäldern. An Waldwegen- und rändern sind je nach Standort feuchte Hochstauden- und Waldsäume sowie säureliebende Gras- und Krautsäume ausgebildet. Hier siedeln unter anderem Salbeigamander, Gewöhnliches Habichtskraut, Glattes Habichtskraut, Schlängelschmiele, Honiggras, Schönes Johanniskraut, Hohes Fingerkraut, Rundblättrige Glockenblume und Geißblatt.
Das Gebiet ist Lebensraum zahlreicher teilweise geschützter und schutzbedürftiger Tier- und Pflanzenarten. So sind hier unter anderem die Vogelarten Wespenbussard, Rotmilan, Schwarzspecht, Grauspecht, Mittelspecht, Waldschnepfe und Zwergschnäpper heimisch. Das Gebiet ist Nahrungshabitat für den Schwarzstorch. Weiterhin sind hier unter anderem Europäische Wildkatze, Haselmaus und die Fledermausarten Braunes Langohr, Fransenfledermaus und Großes Mausohr heimisch.
Das Naturschutzgebiet grenzt im Nordosten an die Landesstraße 460 und im Südosten an das Gelände des Krankenhauses in Diekholzen. Ansonsten ist das Naturschutzgebiet größtenteils von weiteren Wäldern des Hildesheimer Waldes umgeben.
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Einzelnachweise
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