mini|hochkant|Südansicht der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt in Bad Münster am Stein mini|Blick zum Altarraum Die römisch-katholische Filialkirche Mariä Himmelfahrt ist ein neugotisches Kirchengebäude in Bad Münster am Stein, einem Stadtteil von Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Die denkmalgeschützte Kirche steht unter dem Patrozinium Mariä Aufnahme in den Himmel und prägt neben dem örtlichen Kurpark das Ortsbild von Bad Münster am Stein. Die Kirchengemeinde gehört zur Pfarrei Bad Kreuznach Hl. Kreuz im Pastoralen Raum Bad Kreuznach im Bistum Trier.

Geschichte Nachdem im Jahr 1521 in Münster am Stein durch Pastor Peter Siegel die Reformation eingeführt wurde, gab es mehrere Jahrhunderte lang keine katholische Kirche mehr im Ort. Erst der Aufstieg von Münster am Stein zu einem viel besuchten Kurort im 19. Jahrhundert machte den Bau eines neuen katholischen Gotteshauses notwendig. Mit dem Kirchenneubau wurde der Architekt Ludwig Becker beauftragt. Nach seinen Plänen wurde die heutige Saalkirche im neugotischen Stil um 1900 errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde Bad Münster am Stein von mehreren Bombenangriffen getroffen, durch die auch die katholische Kirche schwer beschädigt wurde. Nach Abschluss der Wiederaufbauarbeiten wurde die Kirche am 11. Oktober 1964 erneut geweiht und unter das Patrozinium Mariä Aufnahme in den Himmel gestellt.

Baubeschreibung Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist eine neugotische Saalkirche, die von Süden (Vorhallenbau) nach Norden (Chor) ausgerichtet ist. Der Glockenturm mit Spitzhelm, vier Giebeln sowie vier kleineren Ecktürmchen erhebt sich auf quadratischem Grundriss und ist im Nordosten seitlich an den eingezogenen Chor mit Fünfachtelschluss angebaut. Langhaus und Chor werden von einer modernen Holz-Faltdecke überspannt.

Ausstattung Der Zelebrationsaltar in Mariä Himmelfahrt wurde vom Beckumer Bildhauer Ludwig Dinnendahl gestaltet und am 1. November 1988 durch den Trierer Weihbischof Leo Schwarz geweiht. Das Bronzegussreliquiar im Unterbau des Altars zeigt die Heilige Hildegard von Bingen beim Schreiben ihrer Visionsschrift Scivias. Der moderne Kreuzweg der Kirche wurde vom Saarbrücker Künstler Ernst Alt gestaltet.

Orgel mini|hochkant|Mühleisen-Orgel von 1997 Die heutige Orgel von Mariä Himmelfahrt wurde 1997 von Konrad Mühleisen in Leonberg gebaut. Die Orgelweihe fand am 4. Juli 1998 statt. Das Instrument verfügt über 26 Register, verteilt auf zwei Manuale und Pedal.

I Rückpositiv C– 1. Bourdon 8′ 2. Quintade 8′ 3. Prinzipal 4′ 4. Nassard ′ 5. Doublette 2′ 6. Terz ′ 7. Quinte ′ 8. Oktave 1′ 9. Krummhorn 8′ Tremulant II Hauptwerk C– 10. Pommer 16′ 11. Prinzipal 8′ 12. Gedeckt 8′ 13. Gamba 8′ 14. Oktave 4′ 15. Traversflöte 4′ 16. Quinte ′ 17. Superoktave 2′ 18. Mixtur IV–V ′ 19. Trompete 8′ Tremulant Pedalwerk C– 20. Subbaß 16′ 21. Gedecktbaß 8′ 22. Oktavbaß 8′ 23. Choralbaß 4′ 24. Posaune 16′ 25. Trompete 8′ Spielhilfen: elektr. Setzer, Registercrescendo frei einstellbar

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