Untermanndorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Reckendorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Untermanndorf liegt in der Gemarkung Laimbach.
Geografie Der Weiler Untermanndorf bildet mit dem Dorf Obermanndorf im Westen eine geschlossene Siedlung. Diese liegt auf freier Flur am linken Ufer der Baunach. Durch den Ort verläuft die Bahnstrecke Breitengüßbach–Maroldsweisach. Es gibt einen Bedarfshalt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Obermanndorf (0,3 km westlich) bzw. nach Zeitzenhof (0,7 km südöstlich).
Geschichte Manndorf dürfte wohl spätestens im 8./9. Jahrhundert entstanden sein. Der Ortsname bedeutet ‚Dorf des Manno‘ oder ‚Mann(lehen)dorf‘. Die Unterscheidung in „Ober-“ und „Unter-“ ist erst seit dem Anfang des 15. Jahrhunderts belegt.Untermanndorf auf der Website reckersdorf.de
Untermanndorf bildete mit Obermanndorf eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Untermanndorf aus 5 Anwesen. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Medlitz aus. Alleiniger Grundherr waren Freiherren von Rotenhan zu Rentweinshof.I. Maierhöfer: Ebern, S. 222.
Im Jahre 1802 kam Untermanndorf an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde Untermanndorf der Ruralgemeinde Laimbach zugewiesen. Drei Anwesen unterstanden bis 1848 dem Patrimonialgericht Gereuth.I. Maierhöfer: Ebern, S. 307. Am 1. Juli 1971 wurde die Untermanndorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Reckendorf eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2025Einwohner 13 30 33 35 26 25 24 26 35 23 21 13 17HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 2 6 6 4 4 4 4 4 4 Quelle
Religion Untermanndorf ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Protestanten sind bis heute nach Heilige Dreifaltigkeit (Rentweinsdorf) gepfarrt. Die Katholiken waren ursprünglich nach St. Sebastian (Mürsbach) gepfarrt,I. Maierhöfer: Ebern, S. 208. seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Nikolaus (Reckendorf) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Weiler im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Reckendorf)