Margarete Müller (* 7. Februar 1895; † 1984) war eine deutsche Erzieherin und Amateurbotanikerin.
Leben Müller stammte aus der Lausitz, arbeitete dort als Oberschwester und trat im Oktober 1927 der Naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz bei.Hauptversammlung am 21. Oktober 1927, 6 Uhr. In: Abhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz. Band 30, Heft 2, 1928, Seite LII. Später zog sie nach Halberstadt, wo sie zeitweise die Kleinkinderschule (Kinderbewahranstalt) am Paulsplan 4 leitete.Einwohnerbuch von Halberstadt und Umgebung. Koch-Verlag, 1937, Seite 30.
Bis in die 1960er Jahre zählte Müller zu den aktivsten Lokalfloristinnen im nördlichen Harzvorland.Margarete Müller – 75 Jahre. In: Naturkundliche Jahresberichte des Museum Heineanum. Band 4, 1969, Seite 90. (Digitalisat) Sie nahm 1949 im Städtischen Museum Halberstadt an der ersten Sitzung einer ornithologisch und floristisch interessierten Personengruppe teilJoachim Haensel: Zur Geschichte der avifaunistischen Erforschung von Nordharz und Vorland. In: Naturkundliche Jahresberichte des Museums Heineanum. Band IX/1 (= „Die Vögel des Nordharzes und seines Vorlandes“), 1991, Seiten 570–597. und war im Dezember 1956 Gründungsmitglied des Ornithologischen Arbeitskreises Nordharz und VorlandJoachim Haensel: Quellen der avifaunistischen Forschung in Nordharz und Vorland. In: Naturkundliche Jahresberichte des Museums Heineanum. Band IX/1 (= „Die Vögel des Nordharzes und seines Vorlandes“), 1991, Seiten 597–627. sowie im September 1960 Gründungsmitglied des Floristischen Arbeitskreises Nordharz und Vorland. Für letzteren leitete sie zahlreiche Exkursionen,Floristischer Arbeitskreis Nordharz und Vorland: Margarete Müller – 80 Jahre. In: Naturkundliche Jahresberichte des Museum Heineanum. Band 10, 1975, Seite 85. (Digitalisat) bearbeitete altes Herbarmaterial und registrierte Neufunde im Arbeitskreisgebiet. Ihre Fundortangaben trugen wesentlich zur Übersicht über die Vorkommen diverser Pflanzenarten bei und flossen in mehrere Werke des floristischen Arbeitskreises ein – beispielsweise in die Kartierung hercynischer Leitpflanzen, in die Mitteleuropakartierung und in die Nordharzer Regionalkartierungen.
Müller war darüber hinaus auch mykologisch interessiert und engagierte sich außerdem über die „Natur- und Heimatfreunde“ des Kulturbundes der DDR im Naturschutz für das nördliche Harzvorland.
Publikationen (Auswahl) Margarete Müller: Walter-Joachim Kayser †. In: Naturkundliche Jahresberichte des Museum Heineanum. Band 4, 1969, Seiten 89–90. Margarete Müller; Uwe Wegener: Floristische Neufunde im Nordharz und Vorland. In: Naturkundliche Jahresberichte des Museum Heineanum. Band 5/6, 1970/71, Seiten 13–15. Margarete Müller; Uwe Wegener: Floristische Neufunde im Harz und Vorland. In: Naturkundliche Jahresberichte des Museum Heineanum. Band 7, 1972, Seiten 17–19. Margarete Müller; Uwe Wegener: Floristische Neufunde im Nordharz und Vorland. In: Naturkundliche Jahresberichte des Museum Heineanum. Band 8, 1973, Seiten 5–7. Margarete Müller; Uwe Wegener: Floristische Neufunde im Nordharz und Vorland. In: Naturkundliche Jahresberichte des Museum Heineanum. Band 10, 1975, Seiten 21–24.
Einzelnachweise
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