mini|hochkant|Michael Ellis (2025) Michael Ellis (* 1984 oder 1985) ist ein US-amerikanischer Jurist und Regierungsbeamter. Im Jahr 2025 wurde er von US-Präsident Trump zum stellvertretenden Direktor der CIA ernannt.

Ausbildung und Karriere Er studierte bis 2006 am Dartmouth College und erhielt 2011 den Juris Doctor der Yale Law School. Nach Abschluss seines Studiums wurde er 2011 von Forbes 30 Under 30 in der Kategorie „Politik und Jura“ ausgezeichnet. Danach arbeitete er zunächst als Rechtsreferendar für die Richter Amul Thapar (U.S. District Court) und Jeffrey Sutton (United States Court of Appeals).

Zwischen 2015 und 2017 war er als Berater für den Kongressabgeordneten Devin Nunes und die republikanische Mehrheit im Geheimdienstausschuss tätig. In dieser Funktion war er 2016 an der Erstellung des Abschlussberichtes über die Geheimdienstenthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden beteiligt.

Tätigkeit für das Weiße Haus 2017 wurde er zum stellvertretenden Rechtsberater des National Security Council (NSC) ernannt und war zusätzlich auch als Rechtsberater für Präsident Trump tätig.

Im November 2020 wurde er schließlich im Rahmen eines zivilen Auswahlverfahrens als General Counsel der National Security Agency (NSA) benannt. Er trat diesen Posten jedoch zunächst nicht an, da Kritiker und insbesondere der amtierende Direktor der NSA Paul Nakasone Zweifel an seiner Qualifikation erhoben und seine Ernennung kurz vor Ausscheiden von Präsident Trump aus seinem Amt als Versuch ansahen, Einfluss auf die Administration seines Nachfolgers auszuüben. Nach einer Anordnung des geschäftsführenden Verteidigungsministers Christopher Miller konnte Ellis sein Amt jedoch am 16. Januar 2025 antreten. Drei Monate später räumte er diesen Posten allerdings wieder, nachdem er seiner Darstellung nach ohne weitere Erklärungen für Monate beurlaubt worden war. Republikanische Abgeordnete beider Kammern des US-Kongresses warfen der Administration unter Präsident Joe Biden eine politische Motivation hinter der Beurlaubung vor. Ein später veröffentlichter Bericht stellte nach seinem Rücktritt fest, dass keinerlei Unregelmäßigkeiten bei seiner Ernennung festzustellen seien.

Stellvertretender Direktor der CIA Während der zweiten Amtszeit von Präsident Trump wurde Ellis zum stellvertretenden Direktor der CIA ernannt und trat dieses Amt am 10. Februar 2025 an.

Im Oktober 2025 entließ er in seiner Funktion als stellvertretender Direktor der CIA den amtierenden General Counsel und ernannte sich selbst zum kommissarischen Inhaber dieses Postens. Beobachter bewerteten diesen Schritt als „ziemlich bizarr“, da der General Counsel gerade die Aufgabe hätte, den stellvertretenden Direktor in rechtlichen Fragen zu beraten und eine Vereinigung beider Ämter auf eine Person dieser Aufgabe nicht gerecht werden könne.

Privates Michael Ellis ist mit Katherine Racicot verheiratet.

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Einzelnachweise

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