mini|hochkant=1.0|Katholische Filialkirche St. Trinitas mini|Schloss

Daschendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Baunach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Daschendorf hat eine Fläche von 1,048 km². Sie ist in 392 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2673,03 m² haben.

Geografie Das Kirchdorf liegt im rechten Ufer der Itz. Im Westen grenzt der Daschendorfer Forst an, der auf dem Kraiberg liegt. Die Hänge am Kraiberg sind ein Naturschutzgebiet. Ein Hangrutsch nordwestlich von Daschendorf ist als Geotop ausgezeichnet. Die Kreisstraße BA 39 führt nach Höfen (1,8 km nördlich) bzw. nach Baunach zur Bundesstraße 279 (2,5 km südwestlich).

Geschichte Daschendorf liegt im slawischen Siedlungsgebiet, das im 8./9. Jahrhundert auf Befehl der Karl des Großen angelegt wurde. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der slawische Personenname Tasu.I. Maierhöfer: Ebern, S. 10. Daschendorf gehörte früher den Grafen von Truhendingen, wie aus einem Verzeichnis des Jahres 1396 hervorgeht.I. Maierhöfer: Ebern, S. 25.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Daschendorf 22 Anwesen (Schloss mit Kirche und Nebengebäude, 21 Untertanen). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Rittergut Daschendorf.I. Maierhöfer: Ebern, S. 177f.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 577.

Im Jahre 1802 kam Daschendorf an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde die Ruralgemeinde Daschendorf gebildet. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gleusdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt). Ab 1862 war das Bezirksamt Ebern (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) für Daschendorf zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Gleusdorf (1840 in Landgericht Baunach umbenannt und 1880 in Amtsgericht Baunach, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern).I. Maierhöfer: Ebern, S. 296. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 1,0474 km².

Am 1. Juli 1971 wurde Daschendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Baunach eingemeindet.

Baudenkmäler In Daschendorf gibt es acht Baudenkmäler: Alte Dorfstraße 1: Katholische Filialkirche St. Trinitas Alte Dorfstraße 2: Zwergschulhaus Alte Dorfstraße 3: Schloss mit Orangerie, Fachwerkremise und Brunnenhaus Alte Dorfstraße 8: Ehemaliger Gasthof Gunnermann Wiesenbewässerungsanlage Bildnische Kruzifix Brunnen

Bodendenkmäler In der Gemarkung Daschendorf gibt es drei Bodendenkmäler.

Einwohnerentwicklung mini|Altes Schulgebäude Daschendorf, Alte Dorfstraße 2 Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 Einwohner 106 129 151 143 143 142 143 139 151 133 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 29 41 29 32 32 Quelle Jahr 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 Einwohner 123 140 121 128 117 119 120 119 104 148 Häuser 28 26 27 Quelle Jahr 1950 1952 1961 1970 1987 2025 Einwohner 147 136 121 116 66 86 Häuser 24 24 25 Quelle

Religion Daschendorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Oswald (Baunach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Baunach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft