mini|Forsthaus mini|Dorgendorfer Bauernhaus, in der Talstraße 23 mini|hochkant|Katholische Filialkirche Heiliges Herz Jesu
Dorgendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Baunach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Dorgendorf hat eine Fläche von 1,751 km². Sie ist in 604 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2899,27 m² haben.
Geografie Das Kirchdorf liegt im Tal des Sendelbachs, eines rechten Zuflusses der Baunach, und am Lautener Graben, der innerorts als rechter Zufluss in den Sendelbach mündet. Im Norden steigt das Gelände zum Lußberg im Lußberger Forst an, im Süden zum Stufenberg (). Die Kreisstraße BA 37 führt entlang des Sendelbachs nach Priegendorf (1,6 km westlich) bzw. nach Reckenneusig zur Bundesstraße 279 (1,8 km östlich).
Geschichte Ludwig Schenk von Rotenhan hatte Mitte des 13. Jahrhunderts Besitzungen, u. a. Dorgendorf.I. Maierhöfer: Ebern, S. 49. Dorgendorf wurde seit Ende des 14. Jahrhunderts vom bambergischen Oberamt Baunach-Stufenberg verwaltet.I. Maierhöfer: Ebern, S. 71.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dorgendorf 20 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Baunach. Grundherren waren das Kastenamt Baunach (1 fürstliches Jägerhaus, 14 Häuser, 1 Schenkstätte, 1 Hirtenhaus, 1 Tropfhaus) und die Herren von Rotenhan zu Rentweinsdorf (1 Hof, 1 Sölde).I. Maierhöfer: Ebern, S. 179.
Im Jahre 1802 kam Dorgendorf an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde die Ruralgemeinde Dorgendorf gebildet. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gleusdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 3 Anwesen bis 1848 dem Patrimonialgericht Rentweinsdorf. Ab 1862 war das Bezirksamt Ebern (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) für Dorgendorf zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Gleusdorf (1840 in Landgericht Baunach umbenannt und 1880 in Amtsgericht Baunach, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern).I. Maierhöfer: Ebern, S. 296f. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 1,752 km².
Am 1. Januar 1972 wurde Dorgendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Baunach eingemeindet.
Baudenkmäler In Dorgendorf gibt es fünf Baudenkmäler: Forstweg 1: Ehemaliger Herrensitz mit Hofeinfahrt Talstraße 23: Bauernhaus mit Remise Katholische Filialkirche Heiliges Herz Jesu Steinkreuz Kruzifix
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 Einwohner 127 156 171 167 165 166 183 173 170 161 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 26 37 32 32 32 Quelle Jahr 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 Einwohner 160 161 160 166 190 176 172 179 189 264 Häuser 34 33 33 Quelle Jahr 1950 1952 1961 1970 1987 2025 Einwohner 257 250 235 265 291 388 Häuser 36 44 76 Quelle
Religion Dorgendorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Oswald (Baunach) gepfarrt.I. Maierhöfer: Ebern, S. 87.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Baunach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg