Der Albtraufgänger ist ein rund 113 Kilometer langer Fernwanderweg im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg. Die Rundroute beginnt und endet am Schloss Wiesensteig und verläuft überwiegend entlang des Albtraufs, der markanten Steilkante der Schwäbischen Alb. Der Weg ist als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ sowie als „Leading Quality Trail – Best of Europe“ zertifiziert.Deutscher Wanderverband: Qualitätswege Wanderbares Deutschland – Zertifizierte Wege, abgerufen am 1. Dezember 2025.European Ramblers Association: Leading Quality Trails – Best of Europe, abgerufen am 1. Dezember 2025.
Geschichte Der Albtraufgänger wurde am 17. April 2015 im Kurhaus Bad Boll offiziell eröffnet.Landkreis Göppingen: Pressemitteilung zur Eröffnung des Fernwanderwegs „Albtraufgänger“, 17. April 2015. Zuvor hatten zehn über einen öffentlichen Presseaufruf ausgewählte Testwandernde die Route erstmals vollständig begangen.Geislinger Zeitung: „Zehn Testwanderer prüfen die Route des Albtraufgängers“, Ausgabe vom April 2015.
Seit 2018 findet auf der Strecke der Ultralauf Alb-Traum 100 statt.Alb-Traum 100: Offizielle Veranstaltungsseite, abgerufen am 1. Dezember 2025.
Verlauf Die rund 113 Kilometer lange Rundroute beginnt und endet am Schloss Wiesensteig. Sie führt am Albtrauf entlang durch mehrere Gemeinden des Landkreises Göppingen, darunter Wiesensteig, Gammelshausen, Aichelberg, Bad Boll und Geislingen an der Steige.Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf e.V.: Offizielle Beschreibung des Fernwanderwegs Albtraufgänger, abgerufen am 1. Dezember 2025.
Der Weg weist insgesamt etwa 3078 Höhenmeter im Auf- und Abstieg auf, erreicht seinen höchsten Punkt bei rund 796 Metern und den tiefsten Punkt bei etwa 379 Metern. Die offizielle Schwierigkeitsbewertung orientiert sich an T2 (mittel).Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf e. V.: Offizielle Beschreibung, abgerufen am 1. Dezember 2025.
Die Route führt durch abwechslungsreiche Landschaftsräume des Albtraufs, darunter bewaldete Traufkanten, offene Hochflächen, Täler und kulturlandschaftlich geprägte Gebiete.
Landschaft und Sehenswürdigkeiten Entlang des Weges liegen zahlreiche Aussichtspunkte, naturräumliche Besonderheiten und kulturhistorische Orte. Zu den markanten Punkten zählen unter anderem:
Filsursprung bei Wiesensteig Schloss Wiesensteig Ruine Reußenstein Stiftskirche St. Cyriakus in Wiesensteig Jahrhundertstein bei Gruibingen Tempele in Bad Boll Historische Arbeitersiedlung in Kuchen Burgruine Helfenstein in Geislingen an der Steige Kahlenstein bei Bad Überkingen Wallfahrtskirche Ave Maria in Deggingen Burgruine Berneck mit Buschelkapelle, Deggingen Burgruine Hiltenburg in Bad Ditzenbach
Tourismus Der Weg wird von der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf e.V. betreut. Neben individueller Begehung existieren buchbare Wanderangebote, darunter Pauschalen mit optionalem Gepäcktransport.Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf e.V.: Reiseangebote, abgerufen am 1. Dezember 2025.
In regionalen Veröffentlichungen wird der Albtraufgänger häufig mit den kürzeren Löwenpfaden in Verbindung gebracht, die als Rundwege das Wanderangebot im Landkreis ergänzen.Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf e. V.: Löwenpfade – Informationen, abgerufen am 1. Dezember 2025.
Regionale Bedeutung Der Albtraufgänger entstand als gemeinsames Projekt mehrerer Kommunen des Landkreises Göppingen. Regionale Vertreter betonen die Bedeutung des Weges für den Wandertourismus und die Wirkung für kleinere Gemeinden.Geislinger Zeitung: „Albtraufgänger stärkt auch kleinere Gemeinden“, Ausgabe 2024.
Für das Jahr 2025 sind Veranstaltungen zum zehnjährigen Bestehen vorgesehen.Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf e. V.: Ankündigung zum Jubiläum 2025.
Auszeichnungen Seit 2015: Qualitätsweg Wanderbares Deutschland Seit 2015: Leading Quality Trail – Best of EuropeEuropean Ramblers Association: Leading Quality Trails, abgerufen am 1. Dezember 2025.
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Einzelnachweise
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