mini|200px|Nino Abesadze (2012) Nino Abesadze (, ; * 12. April 1965 in Tiflis, Georgische Sozialistische Sowjetrepublik) ist eine israelische Politikerin der Kadima, die unter anderem zwischen 2010 und 2013 Mitglied der Knesset war.
Leben Nino Abesadze war die Tochter eines georgischen Christen und einer russischen Jüdin. Ihre Mutter und ihre drei Schwestern waren nach dem Tod ihres Vaters 1980 nach Israel ausgewandert und hatten sich zunächst in Rechovot und später in Aschdod niedergelassen. Sie selbst blieb in Georgien und absolvierte zunächst ein Studium an der Filmhochschule der Offenen Universität Georgiens, bevor sie an der Staatlichen Universität Tiflis ein Studium der Fächer Russische Literatur und Linguistik absolvierte, welches sie mit einem Bachelor und einem Master beendete. 1988 begann sie beim Staatsfernsehen Georgiens zu arbeiten und wurde zwei Jahre später Moderatorin der Abendnachrichten. Ihre Auswanderung nach Israel (Alija) erfolgte und sie begann in den 1990er-Jahren eine Beziehung mit Baruch Ben-Neria, der zwischen 1993 und 1996 Botschafter Israels in Georgien und Armenien war, und zog 1996 dauerhaft nach Israel. Sie arbeitete für das russischsprachige Programm des Fernsehsenders Kanal 33, ehe sie zur russischsprachigen Zeitung „Vesti“ wechselte.
Als Mitglied der Kadima wurde Nino Abesadze am 9. November 2010 als Nachrückerin für Tzachi Hanegbi, der wegen eines Verbrechens (Meineids), das als moralisch verwerflich galt, verurteilt worden war und dadurch seinen Sitz verloren hatte, Mitglied der Knesset, der sie in der 18. Legislaturperiode bis zum 5. Februar 2013 angehörte. Während ihrer Parlamentszugehörigkeit war sie vom 26. Januar bis zum 21. Februar 2011 Mitglied des Ausschusses für staatliche Kontrolle, zwischen dem 3. August und dem 9. November 2011 Mitglied des Ausschusses für Einwanderung, Integration und Diaspora-Angelegenheiten sowie vom 3. August 2011 bis zum 5. Februar 2013 Mitglied des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport. Ferner fungierte sie zwischen dem 22. März 2011 und dem 5. Februar 2013 als Vorsitzende der Arbeitsgruppe für kriegsversehrte Veteranen des Zweiten Weltkriegs, vom 30. Mai 2011 bis zum 5. Februar 2013 als Vorsitzende der Arbeitsgruppe gegen Homophobie sowie zwischen dem 15. Februar 2012 und dem 5. Februar 2013 auch noch als Vorsitzende der Arbeitsgruppe für soziale Gerechtigkeit. Darüber hinaus gehörte sie zeitweilig den Arbeitsgruppen zur Förderung der Zwei-Staaten-Lösung und der Trennung zwischen Israel und den Palästinensern, für öffentliche Wohnungsangelegenheiten, für Sozialarbeiter, zur Förderung der Beschäftigung arabischer Akademikerinnen, zur Rettung des Toten Meeres, zur Förderung, Stärkung und Unterstützung entlassener Soldaten sowie zur Stärkung des jüdischen Volkes an. Sie war ferner Vorstandsmitglied der Zweiten Fernseh- und Rundfunkbehörde sowie Vorstandsmitglied der Israelischen Lotterie und Journalistin für die Tageszeitung „Jedi’ot Acharonot“.
Kurz vor der Parlamentswahl am 22. Januar 2013 verließ Abesadze die Kadima und schloss sich der Arbeiterpartei (Avoda) an.MKs Bibi and Abesadze leave Kadima for Likud, Labor, in: The Jerusalem Post vom 25. Oktober 2012 Sie stand auf Platz 19 der Parteiliste, verlor ihren Sitz jedoch, da die Partei nur 15 Sitze in der Knesset errang. Sie wohnt mit ihrem Lebensgefährten und ihren beiden Kindern in Kokhav Ya'ir. Sie arbeitet als Reiseleiterin und ist auf Reisen nach Georgien spezialisiert.
Veröffentlichungen From the hystory of Soviet linguistics, 2018 Tourist expenses of foreign visitors in Georgia, 2018
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Einzelnachweise
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