Woldemar Wiedmer (* 8. August 1898 in Diemtigen; † 23. Oktober 1978 in Spiez; heimatberechtigt in Diemtigen) war ein Schweizer Politiker.
Leben Wiedmer besuchte das staatliche Lehrerseminar in der Stadt Bern und wirkte danach als Lehrer in Oey (Gemeinde Diemtigen). 1926 heiratete er Helene Martha Reber. In der wirtschaftlichen Krisenzeit der 1930er-Jahre war er ein Gründer von bäuerlichen Notgemeinschaften und Mitgründer der bernischen Bauernhilfskasse. Er war in der Jungbauernbewegung aktiv und leitete dort den bäuerlichen Pressedienst. Er gehörte zusammen mit Werner Moser und Markus Feldmann zu den treibenden Kräften eines 1940 erfolgten Wiedereintritts ehemaliger Jungbauern in die Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB). Von 1942 bis 1944 war Wiedmer Berner Grossrat und vom 6. Dezember 1943 bis am 1. September 1945 Mitglied des Nationalrates.. Wegen seiner Wahl als Jugendanwalt für das Berner Oberland gab er 1945 alle seine öffentlichen Ämter ab und widmete sich bis 1963 beruflich der Jugendarbeit.Woldemar Wiemer †, Thuner Tagblatt, 28. Oktober 1978 Im Nationalrat war sein Nachfolger Johann Ueltschi, Viehzüchter in Boltigen.
Von 1939 an war Wiedmer besonders aktiv beim organisatorischen Zusammenschluss der Bergbauern auf gesamtschweizerischer Ebene. Er übernahm 1940 das Sekretariat der im August 1939 gegründeten Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der wirtschaftlichen Organisationen der Bergbauern (SAWOB), aus der 1943 die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Bergbauern (SAB) wurde. Bis 1944 führte Wiedmer die Geschäfte der SAB als Sekretär.
Weblinks
Peter Moser: Woldemar Wiedmer. In: Archiv für Agrargeschichte.
Einzelnachweise
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