mini|hochkant|Ihor Ranzja (2026) mini|hochkant|Bischofswappen von Ihor Ranzja Ihor Ranzja (, wiss. Transliteration ; * 8. März 1978 in Opilsko, Oblast Lwiw, Ukrainische SSR) ist ein ukrainischer griechisch-katholischer Geistlicher und Bischof der Eparchie Saint Vladimir le Grand de Paris.

Leben Ihor Ranzja absolvierte zunächst von 1995 bis 2003 ein Geographiestudium an der Nationalen Universität „Iwan Franko“ in Lwiw, das er mit dem Doktorat abschloss. Anschließend lehrte er an der Geographischen Fakultät der Nationalen Universität „Iwan Franko“. Ranzja studierte von 2008 bis 2014 Philosophie und Katholische Theologie am Priesterseminar Hl. Geist in Lwiw und an der Ukrainischen Katholischen Universität in Lwiw, an der er 2013 einen Bachelor im Fach Katholische Theologie erlangte. Ab Februar 2014 setzte er seine Studien am Institut catholique de Paris fort. Der ukrainisch griechisch-katholische Erzbischof von Lemberg, Ihor Wosnjak CSsR, spendete ihm am 19. Juni 2014 in der Kirche Zum Allerheiligsten Altarssakrament in Lwiw die Diakonenweihe und am 29. März 2015 in der Kathedrale Saint-Vladimir-le-Grand in Paris das Sakrament der Priesterweihe für die Erzeparchie Lemberg.

Nach der Priesterweihe war Ranzja zunächst als Pfarrvikar an der Kathedrale Saint-Vladimir-le-Grand in Paris (2015–2019) und als Rektor der ukrainisch griechisch-katholischen Pfarrei Tous-les-Saints in Vincennes (2017–2019) tätig. Von 2019 bis 2022 war er Pfarradministrator der Kathedrale Saint-Vladimir-le-Grand. Daneben leitete er von 2018 bis 2021 die Ökumenekommission der Eparchie Saint Vladimir le Grand de Paris. Ab 2022 fungierte Ranzja als Protosynkellos der Eparchie Saint Vladimir le Grand de Paris. Zudem vertrat er die Eparchie bereits ab 2019 im Pastoralrat der großerzbischöflichen Kurie der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche. Darüber hinaus gehörte er ab 2017 dem Priesterrat und dem Konsultorenkollegium der Eparchie Saint Vladimir le Grand de Paris an. Neben seinen Tätigkeiten in der Seelsorge und in der kirchlichen Verwaltung setzte Ranzja seine Studien am Institut catholique de Paris fort. Dort erlangte er 2018 mit der von Laurent Villemin und Nicolas Kazarian betreuten Arbeit L’identité ecclésiale de l’Église gréco-catholique ukrainienne dans le contexte du dialogue oecuménique catholique-orthodoxe („Die ekklesiologische Identität der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche im Kontext des katholisch-orthodoxen ökumenischen Dialogs“) ein Lizenziat im Fach Ökumenische Theologie und nahm anschließend ein Promotionsstudium im Fach Ekklesiologie auf.

Am 1. Oktober 2025 ernannte ihn Papst Leo XIV. zum Bischof der Eparchie Saint Vladimir le Grand de Paris. Der Großerzbischof von Kiew-Halytsch, Swjatoslaw Schewtschuk, spendete ihm am 18. Dezember desselben Jahres in der Pfarrkirche St-Sulpice in Paris die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren der ukrainisch griechisch-katholische Erzbischof von Philadelphia, Boris Andrij Gudziak, und der emeritierte Bischof der Eparchie Holy Family of London, Hlib Lonchyna MSU. Ranzja wählte den Wahlspruch .

Schriften

Weblinks

Biografie von Ihor Ranzja auf der Homepage der Eparchie Saint Vladimir le Grand de Paris (französisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (21. Jahrhundert) Kategorie:Ukrainisch griechisch-katholischer Bischof Kategorie:Bischof (Paris) Kategorie:Hochschullehrer (Nationale Iwan-Franko-Universität Lwiw) Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Ukrainer Kategorie:Geboren 1978 Kategorie:Mann