Großgressingen ist ein Gemeindeteil des Marktes Ebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung hat eine Fläche von 6,001 km². Sie ist in 563 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10659,76 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Kleingressingen und Sankt Rochus.

Geografie Das Dorf liegt in ausgeprägter Kessellage an dem dort entspringenden rechten Quellfluss der Mittelebrach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Kleingressingen (1,2 km westlich) bzw. zur Staatsstraße 2258 (0,5 km östlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Sankt Rochus (0,6 km südlich).

Geschichte Im Jahr 1244 erwarb das Kloster Ebrach den Teil von Großgressingen, der dem Stift Haug gehörte. Den Rest erwarb das Kloster 1274 aus der Hand von Hartmund von Scherenberg. Im Ebracher Urbar des Jahres 1340 wurde der Ort „Gresen maior“ genannt. Die Bezeichnung als „Dürrengresen“ zur Unterscheidung von „Grüngresen“ (=Kleingressingen) war damals auch üblich.P. Schneider: Steigerwald, S. 155.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Großgressingen aus 47 Anwesen (12 Höfe, 28 Sölden, 1 Sölde mit Braurecht, 1 Wirts- und Brauhaus, 1 Häuslein mit Badstube). Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Ebrach. Der Gemeinde gehörten 1 Sölde, 2 Söldenhäuser und 1 Häuslein.H. Weiß: Bamberg, S. 126.

Im Jahre 1802 kam Großgressingen an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Großgressingen gebildet, zu dem Kleingressingen und Sankt Rochus gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Großgressingen, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgwindheim (1919 in Finanzamt Burgwindheim umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Großgressingen zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).H. Weiß: Bamberg, S. 244. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 6,001 km².

Am 1. Januar 1972 wurde Großgressingen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Ebrach eingemeindet.

Baudenkmäler In Großgressingen gibt es sechs Baudenkmäler: Kleingressinger Straße 8: Klosterschenke Sankt-Rochus-Straße 3: Ehemaliges Klostergebäude mit Hofeinfahrt, Stadel und Remise Bildstock Kreuzschlepper Feldkapelle Heiligenhäuschen

Einwohnerentwicklung Gemeinde Großgressingen Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 360 412 436 422 442 425 457 444 446 413 383 370 356 348 368 367 338 351 339 492 453 393 352 332HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 61 71 69 66 64 64 65 66 Quelle

Ort Großgressingen Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 293 362 375 331 298 278 366 287 279 244Häuser 51 56 54 54 53 55 65Quelle

Religion Großgressingen ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Mariä Himmelfahrt (Ebrach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Ebrach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Ersterwähnung 1244 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)