mini|270px|Bauernhaus mini|St. Wendelin
Kötsch ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgwindheim im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Kötsch hat eine Fläche von 9,862 km². Sie ist in 636 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 15505,83 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Kappel.
Geografie Das Dorf liegt am linken Ufer der Mittelebrach. Die Bundesstraße 22 führt nach Mönchherrnsdorf (1,2 km östlich) bzw. nach Kappel (1,5 km westlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1174 als „Gozensdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. 1281 wurde der Ort „Gozwinsdorff“ genannt, 1498 „villa Ketzsch“. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Gozwin; wahrscheinlich identisch mit dem Grafen Gozwin, der zur Weihe der Ebracher Klosterkirche Mariä Himmelfahrt dieses mit Gütern ausstattete.P. Schneider: Steigerwald, S. 164.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kötsch aus 20 Anwesen (10 Höfe, 8 Gütlein, 1 Söldenhäuslein, 1 Jägerhaus). Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Ebrach.H. Weiß: Bamberg, S. 137.
Im Jahre 1802 kam Kötsch an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kötsch im Jahr 1811 dem Steuerdistrikt Herrnsdorf zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Kötsch, zu der Kappel gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgwindheim (1919 in Finanzamt Burgwindheim umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Kötsch zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).H. Weiß: Bamberg, S. 250f. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 9,864 km².
Am 1. Januar 1972 wurde Kötsch im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgwindheim eingemeindet.
Baudenkmäler In Kötsch gibt es vier Baudenkmäler: Katholische Kapelle St. Wendelin Haus Nr. 21: Bauernhaus Flurkreuz Kreuzstein
Einwohnerentwicklung Gemeinde Kötsch Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 197 252 236 254 262 239 276 267 269 261 241 240 213 232 246 236 219 203 199 303 279 268 225 208HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 38 38 37 40 42 37 38 41 Quelle
Ort Kötsch Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 115 159 163 158 136 137 170 154 135 128Häuser 24 26 27 25 26 28 27Quelle
Religion Kötsch ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Burgwindheim) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Burgwindheim) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Ersterwähnung 1174 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg