mini|Herbert Otto Vetter Herbert Otto Vetter (* 29. August 1955) ist ein deutscher Herzchirurg. Er war über Jahre Direktor des Herzzentrums am Helios Universitätsklinikum Wuppertal und war bis Ende 2025 Chefarzt des Herzchirurgischen Zentrums an der Schön Klinik Vogtareuth.

Leben Vetter studierte zwischen 1976 und 1982 Humanmedizin an der Universität Heidelberg und der Universität München und promovierte 1982 in Heidelberg. Anschließend war er bis 1990 Assistenzarzt an der Herzchirurgie des Klinikums Großhadern, am deutschen Herzzentrum Berlin und der Allgemeinchirurgie des Alexianer St. Gertrauden-Krankenhauses, ebenfalls in Berlin. 1984 war er Research Fellow am Albert Einstein College of Medicine in New York und 1985 bis 1986 war er Registrar an der Cardiothoracic Surgery des Groote Schuur Hospital in Kapstadt, Südafrika. Von 1990 bis 1998 war er Oberarzt der Herzchirurgie in Großhadern und habilitierte sich 1995 in München, bevor er 1998 zum Direktor der Herzchirurgischen Klinik am Herzzentrum des Helios Universitätsklinikum Wuppertal gewählt wurde. Diese Positionen übte er bis 2015 bzw. bis 2018 aus und nahm dann für mehrere Jahre die Arbeit als Chefarzt der CardioClinic in Köln auf. Im Jahre 2002 wurde er zum außerplanmäßigen Professor für Herzchirurgie an der Universität Witten/Herdecke ernannt. 2023 wurde er Leitender Arzt des Gefäß- und Herzchirurgischen Zentrums der Schön Klinik Vogtareuth. 2024 wurde er Chefarzt des Zentrums. Seit 2026 ist er Konsiliararzt bei Swiss Ablation (Herz & Rhythmus Zentrum AG) in Zürich.

Vetter ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, der European Association for Cardio-Thoracic Surgery und der Medizinisch-Naturwissenschaftliche Gesellschaft Wuppertal, deren Präsident er im Jahre 2010 war.

Forschung 1986 beschrieb Vetter erstmals eine Technik zur Rekonstruktion der Mitralklappe mittels künstlicher Sehnenfäden („Neochordae“) aus expandiertem Polytetrafluorethylen (ePTFE; Handelsname Gore-Tex), mit denen gerissene Chordae tendineae ersetzt und die Koaptation der Segel wiederhergestellt werden können. Dieses Vorgehen gilt seither als etablierte Methode der Mitralklappenrekonstruktion und wird auch in minimalinvasiver Technik bzw. robotisch assistiert angewandt. Vetter war in den 1990er- und 2000er-Jahren auch an internationalen Studien zu tragbaren Kunstherzen beteiligt. 1993 implantierte sein Team einer Gruppe von Patienten im Rahmen einer Studie das tragbare Linksherzunterstützungssystem Novacor. Zudem erforschte Vetter 1995 im Rahmen seiner experimentellen Habilitationsarbeit die Möglichkeit des Homograft-Mitralklappenersatzes.

Publikationen

Einzelnachweise

Kategorie:Herzchirurg Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1955 Kategorie:Mann