Unterweiler ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgwindheim im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Unterweiler hat eine Fläche von 6,116 km². Sie ist in 500 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 12231,78 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Kehlingsdorf und Oberweiler.
Geografie Das Dorf liegt im Tal des Rambachs, eines linken Zuflusses der Mittelebrach, und ist von Erhebungen des Steigerwaldes umgeben. Die Kreisstraße BA 23 führt zur Bundesstraße 22 bei der Mendenmühle (0,9 km südlich) bzw. nach Oberweiler (1,5 km nördlich).
Geschichte Ober- und Unterweiler wurden im Jahr 1278 als die „duo Wiler“ erstmals schriftlich erwähnt, als Ludwig von Windheim seine Güter in den beiden Orten dem Kloster Ebrach schenkte. 1290 schenkte Alheid und 1331 die Beguinen Alberad und Alheid ihrer Güter ebenfalls dem Kloster, so dass diesem sämtliche Güter gehörten.P. Schneider: Steigerwald, S. 162.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Unterweiler aus 9 Anwesen (2 Höfe, 2 Güter, 2 Sölden, 2 Gütlein, 1 Tropfhäuslein) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Ebrach.H. Weiß: Bamberg, S. 181.
Im Jahre 1802 kam Unterweiler an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Unterweiler gebildet, zu dem Oberweiler gehörte. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Unterweiler mit den Orten Kehlingsdorf und Oberweiler. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgwindheim (1919 in Finanzamt Burgwindheim umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Unterweiler zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).H. Weiß: Bamberg, S. 275. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 6,097 km².
Am 1. Januar 1972 wurde Unterweiler im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgwindheim eingemeindet.
Baudenkmäler In Unterweiler gibt es zwei Baudenkmäler: Katholische Kapelle Haus Nr. 11: Bauernhaus
ehemaliges Baudenkmal Bildstockaufsatz bei Haus Nr. 7
Einwohnerentwicklung Gemeinde Unterweiler Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 191 224 209 212 230 226 241 245 242 226 219 196 202 211 210 225 214 199 187 230 232 223 204 188HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 33 39 37 38 37 37 39 38 Quelle
Ort Unterweiler Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 69 80 93 93 77 88 92 71 71 59Häuser 12 15 15 15 16 15 14Quelle
Religion Unterweiler ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Vitus (Burgebrach) gepfarrt, seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Jakobus (Burgwindheim) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Burgwindheim) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Ersterwähnung 1278 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg