mini|Robert Blum Volksthümliches Handbuch der Staatswissenschaften und Politik: Ein Staatslexicon für das Volk. Am 1. Juli 1847 eröffnete der volkstümliche demokratische Politiker Robert Blum die Verlagsbuchhandlung Robert Blum & Compagnie in Leipzig. Sein Compagnon war sein langjähriger Weggefährte, der Buchhändler Robert Friese, ein erfahrener Mitstreiter. Für das nächste Jahr kündigte die Verlagsbuchhandlung das populäre Staatslexikon an.

Autoren und Erscheinungsweise Dieses politische Volkslexikon ist ein Handbuch der Aufklärung und politischen Bildung. Drei Kriterien sind für dieses Werk maßgeblich: Es soll volkstümlich sein, aktuell und politisch-parteilich, einer gemäßigt demokratischen Position verpflichtet, mit dem Ziel, der Freiheit und Gleichheit zum Durchbruch zu verhelfen. Der mit Abstand umfangreichste Beitrag ist der Zensur gewidmet, anders ausgedrückt, der Forderung nach Pressfreiheit wie es im vormärzlichen politischen Vokabular heißt. Man spricht zu Blums Zeiten noch nicht vom Recht der freien Meinungsäußerung.

Der erste Band des Werkes erschien 1848 mit Beginn der Märzrevolution. In diesem werden die Begriffe von A bis K behandelt. Der Zweite Band wurde nach dem Tod Robert Blums aus seinem handschriftlichen Nachlass von Gleichgesinnten fortgesetzt und kam 1851 in den Handel, er beinhaltet die Begriffe L bis Z. Das Handbuch erschien jetzt im Verlag von Heinrich Matthes in Leipzig.Volksthümliches Handbuch der Staatswissenschaften und Politik. Zwei Bände 1848 und 1851. 220px|mini|Staatslexikon 1848, Band 1, Begriffe A bis K 220px|mini|Staatslexikon 1851, Band 2, Begriffe L bis Z An dem Werk, waren neben dem Herausgeber viele bekannte Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben beteiligt. Unter ihnen befanden sich Politiker und Publizisten, erwähnt wird im Staatslexikon nur eine kleine Auswahl: Theodor Althaus Schriftsteller, Carl Eduard Cramer Publizist aus Leipzig und Redakteur der Sächsischen Vaterlandsblätter, Georg Günther Politiker und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung Eduard Theodor Jäkel Schriftsteller und Herausgeber, Otto Leonhard Heubner Jurist, Politiker und Dichter, Adolf Ernst Hensel Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung, Jurist und kurzzeitig Präsident der II. Kammer des Sächsischen Landtags, Wilhelm Heinrich Bertling Doktor der Rechte und Advokat, u. a."Volksthümliches Handbuch der Staatswissenschaften und Politik. 1.Band"

Inhalt Robert Blum schuf in seinem Volksthümliches Handbuch der Staatswissenschaften zuerst ein dem Volke zugängliches Werk, welches das große Ziel seines Lebens erreichen helfen sollte:

Robert Blum definierte 1848 in seinem "Volksthümlichen Handbuch der Staatswissenschaften und Politik" "Freiheitskriege" als Kriege, und nannte als Beispiele die Unabhängigkeitskriege Nord- und Südamerikas, die deutschen Kriege gegen Napoleon und die polnischen Aufstände gegen die russische Herrschaft. Allerdings, so Blum weiter, sei

Das Werk Robert Blums enthält auch eine Reihe fortschrittlicher Gedanken über "Glaubensfreiheit", z. B.: Glaubens- und Gewissensfreiheit,

Dieses populäre Staatslexikon war Blums bedeutendstes Werk während seiner Tätigkeit als Herausgeber.

Literatur Robert Blum und seine Zeit. Wilhelm Liebknecht. 1896, Seite 122. Robert Blum. Vom Leipziger Liberalen zum Märtyrer d. dt. Demokratie. Von Siegfried Schmidt 1971, Seite 118. Robert Blum, ein Zeugnis seines Lebens aus zeitgenössischen Dokumenten. Von Heinz Füssler 1948, Seite 35. Carl Eduard Cramer. Sein Leben und Wirken in Zeiten der Erhebung und des Umbruchs. Gerd Cramer 2017, Seite 61.

Weblinks Volksthümliches Handbuch der Staatswissenschaften und Politik digital Robert Blum in: Portal-Militärgeschichte.de

Einzelnachweise

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