Artem Demenok (; * 1962 in Wladiwostok) ist ein deutsch-russischer Dokumentarfilmer und Filmhistoriker.

Leben und Wirken Artem Demenok absolvierte 1984 das Fach Filmwissenschaft an der Moskauer Filmhochschule (WGIK). Während des Internationalen Filmfestivals Moskau 1989 organisierte er zusammen mit Maja Turowskaja die Retrospektive Filme der totalitären Epoche, wo erstmals deutsche, sowjetische und italienische Filme aus den Jahren 1933–1945 vergleichend gegenübergestellt wurden.Die Retrospektive als Gesamtkunstwerk. Gespräch mit Maja Turowskaja. In: Film und Fernsehen, Nr. 1, 1992, S. 53. Seit 1990 lebt er in Deutschland. Er schrieb zunächst für das Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung, restaurierte einige Stummfilme für die Stiftung Deutsche KinemathekArtem Demenok: Das Geschenk des Inders. Louis Ralph und eine Filmrekonstruktion. In: FilmGeschichte. Newsletter der Stiftung Deutsche Kinemathek, Nr. 9/10, Juni 1997, S. 49–50.Artem Demenok: Restauriert: In Nacht und Eis (D 1912, R: Mime Misu). In: Filmblatt, 4. Jg., Nr. 9, Winter 1998/99, S. 25 f.Artem Demenok: Die Buddenbrooks. Zur Restaurierung eines Films. In: FilmGeschichte. Newsletter des Filmmuseums Berlin – Deutsche Kinemathek, Nr. 14, September 2000, S. 95–96. und arbeitete als Autor für TV-Kulturmagazine – so für den Kulturreport (ARD), das Kulturjournal (NDR), für Metropolis (arte) und Kulturzeit (3sat). Er konzentrierte sich schließlich auf historische Dokumentationen.Helden ohne Ruhm. Der 17. Juni 1953. Artem DemenokSWR Dokufestival. Programm 27.–30. Juni 2018. Sein Fokus ist dabei einerseits auf die Filmgeschichte und andererseits auf relevante Themen der deutsch-russischen Geschichtsbeziehungen gerichtet. Dabei setzt er auf sorgfältige Recherchen – was die Entdeckung und Nutzung von ausdrucksstarkem Archivmaterial betrifft – und die Auswahl von Zeitzeugen und Interviewpartnern. So gelingen ihm filmische Erzählungen in einem zugleich ruhigen, kraftvollen und eindringlichen Stil.René Martens: Ideale Bedingungen. In: epd medien, 11.11.2025. Einige seiner Werke sind in Zusammenarbeit mit Andreas Christoph Schmidt entstanden.

Filmografie

Auszeichnungen 2004: Bayerischer Fernsehpreis für Helden ohne Ruhm 2006: 2. Urban Film Festival, Teheran, Best Research Award für Welthauptstadt GermaniaWeiterer Preis für den Film „Welthauptstadt Germania“ 2006: Adolf-Grimme-Sonderpreis Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen für Welthauptstadt Germania42. Grimme-Preis 2006. Welthauptstadt Germania (ARTE/rbb/SWR) 2007: Adolf-Grimme-Preis für Fritz Lang43. Grimme-Preis 2007. Deutsche Lebensläufe: Fritz Lang (ARD/SWR) 2010: Grimme-Preis-Nominierung für Die Brüder Grimm – Wörtersammler46. Grimme-Preis 2010. Nominierungen 2017: Grimme-Preis für Schatten des Krieges – Das sowjetische Erbe53. Grimme-Preis 2017. Schatten des Krieges: Das sowjetische Erbe (Teil 1) / Das vergessene Verbrechen (Teil 2) (RBB/NDR) 2019: Grimme-Preis-Nominierung für Krieg und Frieden – Deutsch-sowjetische Skizzen55. Grimme-Preis 2019. Nominierungen 2024: Grimme-Preis-Nominierung für Stalingrad – Stimmen aus Ruinen60. Grimme-Preis 2024. Nominierungen 2024: DAfFNE-Nominierung für Leningrad – Stimmen einer belagerten StadtDAfFNE-Auszeichnung 2024: Die DEUTSCHE AKADEMIE FÜR FERNSEHEN gibt weitere Nominierte bekannt 2026: Grimme-Preis-Nominierung für Russlands wilde 90er – Zwischen Demokratie und Putin62. Grimme-Preis 2026 Nominierungen

Weblinks Artem Demenok Filmdienst Artem Demenok Schmidt & Paetzel Fernsehfilme

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Einzelnachweise

Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Filmhistoriker Kategorie:Grimme-Preisträger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1962 Kategorie:Mann