mini|270px|Die Mühle
Abtsdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Frensdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Abtsdorf liegt in der Gemarkung Birkach.
Geografie Das Dorf Abtsdorf bildet mit dem Pfarrdorf Vorra im Osten eine geschlossene Siedlung. Diese liegt auf freier Flur am linken Ufer der Rauhen Ebrach und am Birkacher Graben, der dort als linker Zufluss in die Rauhe Ebrach mündet. Die Kreisstraße BA 22 führt zur Bundesstraße 22 (2 km nördlich) bzw. nach Weiher (4,5 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Unterharnsbach (3,3 km westlich).
Geschichte Im Jahr 1138 wurde ein „Gero von Apetesdorf“ urkundlich genannt; er war Küchenmeister des Kloster Michelsberger Abtes Hermann. Dies ist indirekt die erste Erwähnung des Ortes, der wahrscheinlich nach dem Abtswald benannt wurde. 1350 kam der gesamte Ort mit Ausnahme von zwei Untertanen an das Kloster. Abtsdorf wurde als Kettendorf mit Weilerflur angelegt.P. Schneider: Steigerwald, S. 169f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Abtsdorf 19 Anwesen. Das Hochgericht hatte das bambergische Centamt Burgebrach. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft war strittig zwischen dem Amt Burgebrach und dem Kloster Michelsberg. Grundherren waren das Amt Burgebrach (1 Halbhöflein) und das Kloster Michelsberg (8 Halbhöflein, 2 Viertelhöflein, 6 Söldengütlein, 1 Mühle mit 3 Mahlgängen). Für den Gemeindehirten gab es ein Tropfhaus.H. Weiß: Bamberg, S. 102f. Der Boden galt als gut und der Getreideertrag als reichlich.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 9f.
Im Jahre 1802 kam Abtsdorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Abtsdorf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Birkach und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Birkach zugewiesen.H. Weiß: Bamberg, S. 235. Am 1. Mai 1978 wurde Abtsdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Frensdorf eingemeindet.
Baudenkmäler In Abtsdorf gibt es fünf Baudenkmäler: Am Holzberg: Wegkapelle und Kruzifix Abtsdorf 12: Bauernhaus Abtsdorf 25: Bauernhaus Abtsdorfer Mühle 1: Mühle
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2024Einwohner 107 134 155 153 127 147 143 179 165 117 184 267HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, 1818 und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 19 23 23 23 26 25 30 42 Quelle
Religion Abtsdorf ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Johannes der Täufer (Frensdorf) gepfarrt, seit 1922 ist die Kuratie Mariä Heimsuchung (Vorra) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Frensdorf) Kategorie:Ersterwähnung 1138 Kategorie:Ort an der Rauhen Ebrach Kategorie:Reihendorf