Das Freikorps Schulz war ein 1918 aufgestellter paramilitärischer Verband.
Geschichte
Aufstellung Das Freikorps Schulz wurde von Siegfried Schulz im Dezember 1918 aufgestellt und aus dem 8. Lothringischen Infanterie-Regiment Nr. 159 rekrutiert. Am 1. Juni 1919 wurde es in das Reichswehr-Schützenregiment Nr. 207 umgewandelt.
Einsätze Es war eine der ersten paramilitärischen Einheiten in der Weimarer Republik und nahm unter anderem am Kapp-Putsch und an der Unterdrückung des Ruhraufstandes teil. Berichte über erste Kampfhandlungen lassen sich bereits für April 1919 finden.
Am 28. Mai 1920 rückte das Freikorps in Oldenburg ein, um das nach Celle verlegte Reichswehr-Regiment Nr. 110 zu ersetzen. Dort kam es zu mehreren Auseinandersetzungen mit der Zivilbevölkerung, bei welchen unter anderem am 1. Juni ein Zivilist erschossen wurde. Nachdem die Übergriffe des Freikorps überregionale Empörung und Debatten auslösten, die die Oldenburgische Landtagswahl überschatten sollten, beschloss Reichswehrminister Otto Geßler am 16. Juni, das Freikorps zu verlegen.
Verbleib Weil das Freikorps bereits 1919 in die Reichswehr integriert worden war, und Siegfried Schulz im Zuge der Vorfälle in Oldenburg beurlaubt und seiner Position enthoben wurde, verblieb es als offizielle militärische Einheit der Reichswehr bis zum Ende der Weimarer Republik bestehen.
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1918 Kategorie:Oldenburgische Militärgeschichte Kategorie:Paramilitärische Organisation (Weimarer Republik)