Birkach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Frensdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Birkach hat eine Fläche von 10,010 km². Sie ist in 1543 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6487,09 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Abtsdorf, Hundshof und Vorra.

Geografie Das Dorf liegt am Birkacher Graben, einem linken Zufluss der Reichen Ebrach. Im Norden grenzt der Birkacher Wald an. Die Bundesstraße 22 führt nach Oberharnsbach (3 km südwestlich) bzw. über den Mutzershof nach Stegaurach (3,1 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Mutzersdorf zur B 22 (2,6 km nordöstlich).

Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Birkach aus 22 Anwesen. Das Hochgericht hatte das bambergische Centamt Bechhofen. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Burgebrach. Grundherren waren das Amt Burgebrach: 2 Höfe, 1 Hof mit Braurecht, 4 Sölden, 1 Sölde mit Braurecht, 1 Söldengut mit Schmiedefeuerrecht, 1 Söldengütlein, 1 Achtelhof, 1 bebaute Hofstatt; die Bischöfliche Kanzlei, Bamberg: 1 Söldengütlein, 1 Häuslein; das Kloster Michelsberg: 1 Söldengütlein; die Freiherren von Seefried zu Buttenheim: 3 Gütlein, 1 Gütlein mit Zapfenschenkrecht. Der Gemeinde unterstand 3 Tropfhäuslein, eines davon diente als Hirtenwohnung.H. Weiß: Bamberg, S. 108. Der Boden galt als „kalt und spröde“, dadurch war der Getreidebau nicht sonderlich und die Viehhaltung wegen Futtermangel eingeschränkt.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 391.

Im Jahre 1802 kam Birkach an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Birkach gebildet, zu dem Abtsdorf, Hundshof und Vorra gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Birkach, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgebrach (1919 in Finanzamt Burgebrach umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Birkach zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).H. Weiß: Bamberg, S. 235. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 10,010 km².

Am 1. Mai 1978 wurde Birkach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Frensdorf eingemeindet.

Baudenkmäler In Birkach gibt es drei Baudenkmäler: Antoniuskapelle Birkacher Hauptstraße 7: Kapelle Unbefleckte Empfängnis Marter

Einwohnerentwicklung Gemeinde Birkach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 472 493 517 527 532 582 577 562 551 544 501 530 524 547 548 523 532 508 489 633 632 605 547 568HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 79 92 94 92 95 95 94 109 Quelle

Ort Birkach Jahr 1799 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2024Einwohner 79 106 136 151 147 120 119 138 119 125 197 270Häuser 19 20 27 25 24 23 23 44 Quelle

Religion Birkach ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Johannes der Täufer (Frensdorf) gepfarrt, seit 1922 ist die Kuratie Mariä Heimsuchung (Vorra) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Frensdorf) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg