mini|Charles Appelman vor 1943 Charles Cornelis Appelman (* 10. Dezember 1920 im niederländischen Utrecht; † 26. November 1943 in Lüttich) war ein Landarbeiter und ein niederländisch-belgischer Widerstandskämpfer gegen die nationalsozialistische deutsche Besatzungsmacht. Er lebte in Villers-le-Bouillet, Provinz Lüttich. Er war nicht verheiratet und seine Muttersprache war Französisch.Grunddaten im Staatsarchiv Belgien, data.arch.be.
Widerstand Am 18. Mai 1940 wurde Brüssel kampflos besetzt und der belgische König Leopold III. unterzeichnete die Kapitulation der belgischen Armee. Der Widerstand baute sich langsam und in verschiedenen Richtungen auf. Appelman schloss sich dem kommunistischen Widerstand an, organisiert in der belgischen Partisanen-Armee (PA), die sich in den Wäldern von Condroz bei Havelange versteckte und von dort aus operierte. Die Partisanen führten Sabotageakte und Überfälle zur Geldbeschaffung aus, transportierten Waffen und organisierten die Untergrundpresse.
Verhaftung und Hinrichtung Nach Denunziation durch einen royalistischen Bürgermeister wurde er am 31. August 1943 im Dorf Moha, heute zu Wanze, von der Feldgendarmerie zusammen mit Fernand Noé (* 1920)Siehe wardeadregister.be. und André Holler (* 1921)Siehe wardeadregister.be. verhaftet. Er wurde in die Zitadelle von Lüttich überführt, wo sein Prozess stattfand. Das Feldkriegsgericht verurteilte ihn zusammen mit den beiden Kameraden „wegen Zugehörigkeit zu einer illegalen Organisation zum Tode“Lettere di condannati, Seite 51–52, siehe Literatur., ein Erschießungskommando führte am 26. November 1943 im Burggraben der Zitadelle die Hinrichtung der Männer aus.
Gedenken Sein Leichnam wurde in Lüttich exhumiert und in seinem letzten Wohnort Villers-le-Bouillet beigesetzt.Gedenkseite auf fusilles-citadelle.be. Denkmal mit Name über dem Grab gefallener Soldaten und Widerstandskämpfer auf dem Gemeindefriedhof von Villers-le-Bouillet (Cimetière de Villers-le-Bouillet, Rue de la Sablière, Caveau d'Honneur), Bilder auf bel-memorial.org. Gedenkkreuz in der Zitadelle Lüttich, auf dem „Cimetière et monuments commémoratifs de l’enclos des Fusillés“. Abschiedsbrief an seine Brüder und Kameraden: „Ich schreibe euch diesen Brief 7 Stunden, 50 Minuten vor meinem Tode ... als ich von zu Hause wegging, wusste ich, was ich tat ... wir werden singend zum Richtpfahl schreiten, denn wir haben keine Angst vor dem Tode.“
Literatur David Freiture: La Résistance AS-FI (Armée secrète – Front de l’indépendance) en Hesbaye hutoise, Selbstverlag, Verlaine 2024, Kapitel 2: Appelman. Lettere di condannati, Turin 1954, übersetzt: Und die Flamme soll euch nicht verbrennen, Letzte Briefe europäischer Widerstandskämpfer, Berlin-Ost 1956, Seite 51–52: Appelman, Seite 25–29: Überblick über den belgischen Widerstand mit weiteren Quellenangaben.
Weblinks Grunddaten in der Datenbank, Staatsarchiv Belgien, data.arch.be. Lebenslauf mit Bild seines Grabmals, PDF-Datei fusilles-citadelle.be. Kurzbiographie mit Gedenkstätten auf sites.google.com.
Einzelnachweise
Kategorie:Person (belgischer Widerstand 1940–1945) Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer) Kategorie:Belgier Kategorie:Geboren 1920 Kategorie:Gestorben 1943 Kategorie:Mann