Die Spiridon II ist ein Viehtransporter unter togoischer Flagge.

Geschichte Das Schiff wurde 1973 in Finnland als Holzfrachter des Igor-Grabar-Typs für die Reederei Northern Shipping Company gebaut. Es war eines von mindestens sechs baugleichen Schiffen., Northern Shipping Company. 2011 wurde das Schiff umfangreich zu einem Viehtransporter umgebaut.

Das Schiff geriet im Herbst 2025 in die Schlagzeilen, da ihm aufgrund mangelhafter Nachweise die Entladung im türkischen Bandirma verboten wurde, was für die Lebendfracht von 2900 Rindern aus Uruguay eine qualvolle Situation heraufbeschwor: Den vom wochenlangen Transport geschwächten Tieren wurde eine lebende Rückkehr nach Uruguay unter den vermuteten Bedingungen an Bord nicht zugetraut.

Das Schiff verließ Bandirma am 9. November wieder und konnte ab 18. November mehrere Tage nicht mehr geortet werden, was angesichts der Standards entweder einen technischen Defekt oder eine regelwidrige Abschaltung des automatischen Identifikationssystems (AIS) nahelegte. Am 22. November 2025 legte das Schiff im libyschen Benghazi an.

Kritik Am 23. März 2026 berichtete die ZIB 2 des ORF auf Basis vorliegender Verträge, dass die Agro Breeding GmbH aus Jagenbach im Waldviertel, der Verkäufer der Rinder aus Uruguay und Organisator des Transports gewesen sei. Laut dem Bericht verendeten dabei Hunderte Tiere qualvoll; rund 90 Kälber, die während der Überfahrt geboren worden waren, galten als verschwunden. „Grund für die Verhältnisse an Bord war laut den türkischen Importeuren eine Kette von Fehlentscheidungen des Eigentümers und Geschäftsführers“ und „Die Firma Klinger (Agro Breeding GmbH) hätte diese Kühe nie verladen dürfen“, sagt Savas Dursun, einer der türkischen Importeure. Das Unternehmen bestreitet in einer schriftlichen Stellungnahme jedes Fehlverhalten. Zwischen Agro Breeding und den türkischen Importeuren ist ein Rechtsstreit anhängig.

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