Die als Villa Gisela bezeichnete Pension hat die Adresse Wilhelm-Külz-Straße 35 in der Westvorstadt von Weimar.

Geschichte mini|hochkant|Mathilde Wagner (1901). Die Wilhelm-Külz-Straße trug von 1903 bis zu ihrer Umbenennung im Jahr 1948 den Namen Südstraße.Gitta Günther, Rainer Wagner: Weimar. Straßennamen. RhinoVerlag, Ilmenau 2012, S. 139, ISBN 978-3-939399-49-0 Das um die Breite des Vorgartens zurückgesetzte dreigeschossige Gebäude weist die Merkmale der Reformarchitektur auf. Genaue Angaben zur Bauzeit lassen sich nicht beibringen. Der Eingang ist seitlich angeordnet. Auf der anderen Seite befindet sich eine Garage. Bemerkenswert ist die zweigeschossige Veranda mit Loggien und Austritt im dritten Geschoss. Die dreiachsige Dachgaube akzentuiert das Gebäude straßenseitig zusätzlich. In diesem Hause wohnte Selma von Lengefeld.Kriegsjahrbuch des Bundes Deutscher Frauenvereine, Bund Deutscher Frauenvereine, J. Bensheimer, 1927, S. 62 und S. 182. Das Gebäude existierte laut Weimarer Adreßbuch von 1916 bereits als Anschrift von Selma von Lengefeld.Weimarer Adressbuch 1916, S. 297. Die Villa wurde 1914 vom Hoftischlermeister Schöllemann für Mathilde Wagner erbaut. Sie approbierte 1901 und war somit die erste zugelassene deutsche Ärztin nach der nur wenige Tage vorher approbierten Ida Democh-Maurmeier.Villa Gisela auf Thüringen.Info Die Angabe, das Mathilde Wagner die erste approbierte deutsche Ärztin gewesen sei, trifft nicht zu. Sie war allerdings die erste, die den medizinischen Doktorgrad erlangte. Diese ist hier ebenfalls im Weimarer Adreßbuch von 1916 eingetragen.

Das Gebäude selbst ist nicht explizit auf der Denkmalliste aufgeführt. Es ist jedoch Teil des Denkmalensembles Südwestliche Stadterweiterung.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold, Erfurt 2009, S. 850.

Weblinks Villa Gisela auf Thüringen.Info

Einzelnachweise

Gisela Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar Kategorie:Bauwerk der Reformarchitektur in Deutschland