mini|270px|Wohnstallhaus mini|hochkant|Kreuzigungsgruppe
Oberharnsbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Oberharnsbach hat eine Fläche von 6,273 km². Sie ist in 878 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7145,07 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Unterharnsbach.
Geografie Das Dorf liegt auf freier Flur am linken Ufer der Rauhen Ebrach und am Fischersbächerl, der dort als linker Zufluss in die Rauhe Ebrach mündet. Die Bundesstraße 22 führt an Unterneuses vorbei nach Burgebrach (3,5 km westlich) bzw. nach Birkach (3 km nordöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Failshof (0,5 km nordwestlich) und nach Unterharnsbach (0,8 km südöstlich).
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1251 als „Hademarspach“ erstmals urkundlich genannt. Der altertümliche Grundherrnname Hadumar verweist auf die älteste fränkische Siedlerschicht. Von der Siedlungsstruktur war Oberharnsbach ein Haufenwegedorf.P. Schneider: Steigerwald, S. 169.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Oberharnsbach aus 22 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Burgebrach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Burgebrach. Grundherren waren das Amt Burgebrach: 1 Höflein, 2 Söldengüter, 3 Söldengütlein, 1 Mühle, 1 Hofhäuslein; das würzburgische Amt Hohenaich: 1 Hof mit Nebenhaus, 1 Halbhof, 1 Söldengut; das Dominikanerinnenkloster Heilig Grab: 1 Hof, 1 Höflein, 1 Söldengut, 1 Söldengütlein, 1 Hofhäuslein; das Klarissenkloster Bamberg: 1 Halbhöflein; die Nürnberger Eigenherren Löffelholz: 1 Halbhof, 1 Halbhöflein, 1 Söldengütlein mit Schmiedefeuerrecht. Der Gemeinde selber gehörten ein Häuslein, das als Hirtenwohnung genutzt wurde, und ein Tropfhaus, das ein Zollhaus war.H. Weiß: Bamberg, S. 151f.
Die Bodenbeschaffenheit galt als gut, der Getreideanbau war vorzüglich. – Im Jahre 1796 wurde im Zuge des Ersten Koalitionskriegs Oberharrnsbach von den Franzosen angegriffen. Dabei wurden ein Haus und drei Scheunen durch Bomben zerstört, viele Einwohner, die sich dort zurückgezogen hatten, starben dabei.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 173.
Im Jahre 1802 kam Oberharnsbach an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Oberharnsbach gebildet, zu dem Unterharnsbach gehörte. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Oberharnsbach, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgebrach (1919 in Finanzamt Burgebrach umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Oberharnsbach zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).H. Weiß: Bamberg, S. 258. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 6,268 km².
Am 1. Januar 1978 wurde Oberharnsbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgebrach eingemeindet.
Baudenkmäler In Oberharnsbach gibt es vier Baudenkmäler: Bildstock Oberharnsbach 5: Wohnstallhaus Kreuzigungsgruppe vor Wiesenstraße 1 Wiesenstraße 5: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung Gemeinde Oberharnsbach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 200 248 265 266 255 277 265 264 276 275 254 256 259 245 252 247 248 244 229 286 281 287 223 238HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, 1818 und von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 39 43 41 40 40 41 42 43 Quelle
Ort Oberharnsbach Jahr 1799 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2018 2024Einwohner 120 107 155 156 152 158 145 173 136 153 200 281 288Häuser 22 23 23 23 24 26 27 46 Quelle
Religion Oberharnsbach ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus (Burgebrach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Burgebrach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Ersterwähnung 1251 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1977 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg Kategorie:Haufendorf Kategorie:Ort an der Rauhen Ebrach