mini|270px|Kapelle mini|270px|Bauernhaus

Vollmannsdorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Vollmannsdorf hat eine Fläche von 6,957 km². Sie ist in 558 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 12467,29 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Dürrhof, Klemmenhof, Krumbach, Manndorf und Schatzenhof.

Geografie Der Weiler liegt auf freier Flur am linken Ufer der Mittelebrach. Der Mörderbrunnenbach mündet dort als linker Zufluss in die Mittelebrach. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Krumbach (0,6 km südwestlich), nach Klemmenhof zur Bundesstraße 22 (0,3 km südlich) und nach Burgebrach zur Staatsstraße 2262 (2,7 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1313 als „Volmar(e)sdorf“ erstmals urkundlich genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Volkmar, ein Grundherr des Ortes.P. Schneider: Steigerwald, S. 166.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Vollmannsdorf aus fünf Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Burgebrach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Burgebrach. Grundherren waren das Amt Burgebrach (1 Höflein) und das Kloster Ebrach (2 Höflein, 1 Mahl- und Schneidemühle, 1 Hirtenhaus).H. Weiß: Bamberg, S. 181.

Im Jahre 1802 kam Vollmannsdorf an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Vollmannsdorf gebildet. Zu diesem gehörten Dürrhof, Krumbach und Manndorf. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Vollmannsdorf mit den Orten Dürrhof, Klemmenhof, Krumbach, Manndorf und Schatzenhof. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgebrach (1919 in Finanzamt Burgebrach umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Vollmannsdorf zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).H. Weiß: Bamberg, S. 276. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 6,948 km².

Am 1. Januar 1972 wurde Vollmannsdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgebrach eingemeindet.

Baudenkmäler In Vollmannsdorf gibt es zwei Baudenkmäler: Katholische Kapelle Haus Nr. 5: Bauernhaus

ehemaliges Baudenkmal Wegkapelle

Einwohnerentwicklung Gemeinde Vollmannsdorf Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 201 268 252 238 220 231 238 240 273 253 238 244 211 198 203 207 224 218 193 288 298 274 206 186HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 38 40 38 38 39 35 38 38 Quelle

Ort Vollmannsdorf Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2018 2024Einwohner 35 34 40 46 36 35 49 33 28 30 50 53Häuser 7 8 8 6 7 7 9 Quelle

Religion Vollmannsdorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus (Burgebrach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Weiler im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Burgebrach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Ersterwähnung 1313 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg