Shades of the Muse ist ein Musikalbum des Avram Fefer Quartet. Die am 7. und 8. April 2003 im Studio The Spirit Room in Rossie, New York, entstandenen Aufnahmen erschienen 2004 auf CIMP.
Hintergrund Inspiriert von einem Saxophon-Cello-Bass-Trio, in dem er während seiner Pariser Zeit gespielt hatte, konzipierte der Holzbläser Avram Fefer dieses Streicher-betonte Quartett für das Album Shades of the Muse. In seinem Quartett spielte er mit dem Cellisten Tomas Ulrich, dem Bassisten Ken Filiano und dem Schlagzeuger Jay Rosen. Den Titel „BC Reverie“ interpretierte Fefer solo auf der Bassklarinette.
Titelliste Avram Fefer Quartet: Shades of the Muse (CIMP 286, Spirit Room Series – Vol. 166) Shepp in Wolves’ Clothing 13:50 Love Crept in (Again) 13:17 Gates of Baghdad 13:23 Oblique Departures 7:09 Brother Ibrahim 12:40 BC Reverie 4:51 Sacred Passage (For Syma) 3:56
Die Kompositionen stammen von Avram Fefer.
Rezeption mini|Ken Filiano (2019) Trotz des Überwiegens tiefer Instrumente wirke die Gruppe leicht und agil, was unter anderem Fefers Entscheidung zu verdanken sei, den Cellisten Tomas Ulrich als Solisten einzusetzen. Auch Bassist Ken Filiano und Schlagzeuger Jay Rosen trügen maßgeblich zum Erfolg bei – eine erstklassige Rhythmusgruppe, die Fefers Musik mitreißend und dynamisch gestalte, meinte Aaron Steinberg in JazzTimes. Wenn alles nach Plan laufe, bliebe Fefer dem swingenden, unkomplizierten Postbop und Melodien treu, die von orientalischen Skalen beeinflusst seien. Er habe eine Vorliebe für Unisono-Passagen und eine noch größere für Soli – und beides nutze er großzügig. Es gebe einige Schwachstellen auf der CD – darunter vor allem das grafisch notierte, träge Ungetüm „Gates of Baghdad“ –, und auch einige holprige Passagen, aber der kollektive Charme überwiege die Pannen.
David Dupont verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und schrieb, Fefers Wunsch, seine Klarinetten mit dem Cello, gespielt von Tomas Ulrich, zu verschmelzen, habe den Anstoß zu dieser Aufnahme gegeben. Die Wirkung dieser Mischung zeige sich in den wunderschönen Stücken „Love Crept in (Again)“ und „Sacred Passage“, die zudem von dem einfühlsamen Spiel des Bassisten Ken Filiano und dem sensiblen, farblich abgestimmten Schlagzeugspiel von Jay Rosen profitierten. Im Zusammenspiel erzeugten Ulrich und Filiano einen beinahe orchestralen Klang, wie in „Gates of Baghdad“ deutlich werde. Fefer stelle auch sein Können an der Bassklarinette im Solostück „BC Reverie“ unter Beweis. Im Kontrast zu den zarteren Stücken befänden sich die provokanten Swing-Nummern „Shepp in Wolves’ Clothing“, bei der Fefer zwei Instrumente gleichzeitig spiele, und „Brother Ibrahim“. Beide Stücke würden eine orientalische Note aufweisen, die an das Ellington-Strayhorn-Album Far East Suite erinnere. Dies seien passende Ergänzungen in dieser musikalisch weitreichenden Aufnahme.
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Einzelnachweise
Kategorie:Album (Jazz) Kategorie:Album 2003