mini|Wallfahrtskapelle St. Markus
Küstersgreuth ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Küstersgreuth liegt in der Gemarkung Oberköst.
Geografie Der Weiler liegt an der Kreisstraße BA 33, die zur Staatsstraße 2263 (0,2 km nordöstlich) bzw. nach Hirschbrunn führt (1,3 km südwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Tempelsgreuth (0,7 km nördlich). Das Gebiet östlich des Ortes sind überwiegend bewaldet.
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1300 als „Custersgreuth“ erstmals urkundlich genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Custer. Die Kapelle war zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich schon da. Das Kloster Michelsberg war Lehensherr des Ortes. Sie belehnten damit die Herren von Egloffstein. In der Folge gelangte es an die Truchseß von Pommersfelden und schließlich an die Grafen von Schönborn.P. Schneider: Steigerwald, S. 203.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Küstersgreuth 11 Anwesen. Das Hochgericht war strittig zwischen dem Amt Steppach der Herrschaft Pommersfelden und dem bambergischen Centamt Burgebrach. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Herrschaft Pommersfelden. Grundherren waren die Herrschaft Pommersfelden (1 Hof, 2 Halbhöfe, 2 Güter, 2 Halbgüter) und das Kloster Michelsberg (2 Güter, 2 Sölden).H. Weiß: Bamberg, S. 140.
Der Ort galt als wenig ertragreich, der Boden wurde als „mittelmäßig, kalt und steing“ beschrieben. Außer Hafer wurde nichts weiter angebaut.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 244.
Im Jahre 1802 kam Küstersgreuth an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Küstersgreuth dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hirschbrunn und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Hirschbrunn zugewiesen (1834 in Oberköst umbenannt).H. Weiß: Bamberg, S. 258f. Am 1. Januar 1972 wurde Küstersgreuth im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgebrach eingemeindet.
Baudenkmäler In Küstersgreuth gibt es zwei Baudenkmäler: Haus Nr. 1: Katholische Wallfahrtskapelle St. Markus Haus Nr. 14: Wohnstallhaus mit zwei Scheunen und einer Remise
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2018 2024Einwohner 20 39 57 61 49 51 47 55 39 48 39 27 24HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 8 8 8 8 8 8 8 9 Quelle
Religion Küstersgreuth ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus (Burgebrach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Weiler im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Burgebrach) Kategorie:Ersterwähnung 1300