Hirschbrunn ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Hirschbrunn liegt in der Gemarkung Oberköst.

Geografie Das Dorf liegt am Fischgallgraben, dem linken Oberlauf des Stöckleinsbach. Die Kreisstraße BA 33 führt nach Küstersgreuth (1,1 km östlich) bzw. nach Oberköst (1,9 km südwestlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Treppendorf zur BA 33 (2,3 km westlich), nach Tempelsgreuth (1,3 km nordöstlich) und nach Unterköst zur Kreisstraße BA 45 (2 km südöstlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1303 als „Brünn“ erstmals urkundlich genannt. Das Straßendorf lag an einer alten Hochstraße.P. Schneider: Steigerwald, S. 203.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hirschbrunn 28 Anwesen (1 Hof, 3 Viertelhöfe, 1 Gütlein, 5 Viertelgütlein, 3 Sölden, 12 Söldengüter, 2 Söldengütlein, 1 Ziegelhütte). Das Hochgericht übte die Herrschaft Pommersfelden im begrenzten Umfang aus, sie hatte ggf. an das bambergische Centamt Burgebrach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft hatte die Herrschaft Pommersfelden.H. Weiß: Bamberg, S. 130.

Im Jahre 1802 kam Hirschbrunn an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Hirschbrunn gebildet. Zu diesem gehörten Küstersgreuth, Oberköst und Tempelsgreuth. 1818 entstand die mittelbare Ruralgemeinde Hirschbrunn, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgebrach. 1834 wurde die Gemeinde nach Oberköst umbenannt.H. Weiß: Bamberg, S. 258f. Am 1. Januar 1972 wurde Hirschbrunn im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgebrach eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2018 2024Einwohner 140 204 177 164 188 159 199 170 166 132 125 140HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 28 32 31 30 31 31 31 Quelle

Religion Hirschbrunn ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Vitus (Burgebrach) gepfarrt, ab 1517 war die Pfarrei St. Gertrud (Wachenroth) zuständig, seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist es St. Johannes Baptista (Schlüsselfeld).

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Burgebrach) Kategorie:Ersterwähnung 1303 Kategorie:Straßendorf