mini|Gisèle Charzat (1981)|hochkant Gisèle Charzat (* 17. Februar 1941 in Paris als Gisèle Bochenek) ist eine französische Politikerin und Journalistin.

Lebenslauf Charzat 1964 schloss 1964 ein Literaturstudium am Institut d’études politiques de Paris ab. Anschließend arbeitete als Journalistin, später war sie Beamtin und unter anderem am Conseil d’État tätig. Sie veröffentlichte in den 1970er Jahren mehrere Schriften über die Rolle der Frau.

Charzat engagierte sich in der Parti socialiste. Bei der Europawahl 1979 wurde sie ins Europäische Parlament gewählt. Ab 1982 war sie stellvertretende Vorsitzende der Sozialistischen Fraktion. Bei der Europawahl 1984 wurde sie als Abgeordnete bestätigt. Sie gehörte noch bis 1986 zur Fraktionsleitung.

Charzat war in erster Ehe mit Gilbert Forray, einem Enkel Samuel-Sigismond Schwarz’, verheiratet. Zeitweise trat sie daher als Gisèle Bochenek-Forray oder nur Gisèle Forray in Erscheinung. Sie ist in zweiter Ehe mit Michel Charzat (* 1942) verheiratet, der zwischen 1981 und 2007 mit Unterbrechungen als Abgeordneter in der Nationalversammlung saß und anschließend aus der Parti socialiste ausgeschlossen wurde.

2000 wurde Charzat zur Ritterin der Ehrenlegion ernannt.

Bücher (Auswahl) Les Françaises sont-elles des citoyennes? (1972) Femmes, Violence, Pouvoir (1979) La militarisation intégrale (1986) La guerre nouvelle (1988)

Weblinks

Mme Gisèle Charzat dans les étoiles, Le Monde, 9. Juni 1989

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