mini|Wilhelm-Külz-Straße 12 Wilhelm-Külz-Straße 12 ist die Adresse einer Villa in der Westvorstadt von Weimar.
Geschichte Die Wilhelm-Külz-Straße trug von 1903 bis zu ihrer Umbenennung im Jahr 1948 den Namen Südstraße.Gitta Günther, Rainer Wagner: Weimar. Straßennamen. RhinoVerlag, Ilmenau 2012, S. 139, ISBN 978-3-939399-49-0
Die Villa wurde 1906 durch den Maurermeister Albert Sömmering errichtet, der sie auch entworfen hatte. Sie steht auf einem Grundstück des Nordhanges des Böckelsberges, das nach Norden von der Fahrstraße, nach Westen hin vom Fußweg begrenzt wird. Der zweigeschossige verputzte Backsteinbau steht von der Straßenflucht zurückgesetzt und am Hang erhöht als südlicher Blickfang des unteren Abschnitts der Wilhelm-Külz-Straße. Der unregelmäßige Grundriss und reich gegliederte Baukörper ist typisch für die Landhausarchitektur um 1900. Das Gebäude besitzt risalitartige Vorbauten, Veranden und Austritte, die sein äußeres Erscheinungsbild ausmachen. Der umlaufende Sockel ist mit Bruchsteinmauerwerk verkleidet. Die beiden Vollgeschosse sind verputzt und im Sinne der sachlichen Reformbewegung ohne Dekoration. Lediglich einige Wandabschnitte im Obergeschoss und die Giebel sind als Sichtfachwerk gestaltet, das ebenso wie der Werkstein an den Fenstern und Türen durch seine farbliche Absetzung Akzente setzt. Das Gebäude ist in seiner Raumstruktur in den wesentlichen Teilen erhalten. Die bauzeitliche Ausstattung mit der Treppe mit Galerie im Obergeschoss, die Innentüren und Fußböden wurden bei der Sanierung 2002/03 aufgearbeitet bzw. nach Befund denkmalsgerecht ergänzt.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 851. Auf den Dächern setzen Dachknäufe und Wetterfahne gewisse gestalterische Akzente.
Einzelnachweise
Kategorie:Villa in Weimar Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar