Die Synagoge in Barsinghausen befand sich in der Stadt Barsinghausen in der Marktstraße und wurde bis 1938 genutzt. In der Pogromnacht 1938 wurde der Innenraum verwüstet.
Geschichte Die Gottesdienste der jüdischen Gemeinde fanden von der Gründung der Synagogengemeinde bis 1938 stets in gemieteten Räumen statt.
Ab 1902 befand sich das jüdische Gotteshaus in einem Fachwerkhaus hinter der Marktstraße 23a. Pläne eines Grundstückskauf und der Bau einer Synagoge sowie einer Schule konnten nie in die Tat umgesetzt werden.
Baubeschreibung Das Gebäude in der Marktstraße war ein kleines Fachwerkhaus, das äußerlich kaum auffiel und sich in die umgebende Wohn- und Gewerbebebauung einfügte. Es handelte sich nicht um einen repräsentativen Synagogenbau, sondern um ein umgenutztes Lager. Das Gebäude war ein niedriger Fachwerkbau mit einem breiten, leicht geneigten Satteldach. Die Außenwände bestanden aus sichtbarem Fachwerk mit hellen Gefachen. An der Vorderseite befanden sich mehrere rechteckige Fenster, die regelmäßig angeordnet waren und kleinteilige Sprossen besaßen. Der Eingang lag mittig in der Frontseite. Er wurde aus einer zweiflügeligen Tür, die von einem kleinen Dreiecksgiebel überfangen war, hergestellt.Die Beschreibung basiert auf einer Zeichnung eines Zeitzeugens, siehe https://www.barsinghausen.de/portal/seiten/ehemalige-juedische-synagoge-1846015593-20002.html
Zerstörungen 1938 Im Verlauf der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde das Innere der Synagoge verwüstet und das Mobiliar zerstört. Die Täter hatten zuvor eine Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die sogenannten Gefallenen der Bewegung besucht. Es kam darüber hinaus zur Zerstörung jüdischer Geschäfte und der Verhaftung jüdischer Mitbürger.Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen 168-169.
Das Gebäude in der Marktstraße wurde 1984 abgerissen.Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen 170.
Gedenken
mini|Gedenkstein für Barsinghausens jüdische Mitbürger
Heute befindet sich am früheren Standort der Synagoge eine Freifläche bzw. ein Gedenkort nahe der Straße Volkers Hof, wo eine Erinnerungstafel angebracht wurde. Außerdem wurde 1985 in der Nähe des Rathauses ein Gedenkstein zur Erinnerung an die Barsinghäuser Juden errichtet.Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen 170.
Siehe auch Liste der im Deutschen Reich von 1933 bis 1945 zerstörten Synagogen
Weblinks Ehemalige jüdische Synagoge – Stadt Barsinghausen Volkers Hof und Synagoge – Barsinghausen Digital Entdecken Synagoge Barsinghausen – Jewish Places Barsinghausen (Deister) – Jüdische Gemeinden in Niedersachsen
Einzelnachweise
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