Nordhausen ist ein Ortsteil und eine Gemarkung der Gemeinde Ostercappeln im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1972 eine Gemeinde im damaligen Landkreis Wittlage.
Geographie Der Ortsteil liegt südlich des Ortskerns von Ostercappeln und erstreckt sich dort beiderseits der Schledehauser Straße. Als typische alte Bauerschaft besteht die Besiedlung im Wesentlichen nur aus einzelnen Höfen ohne einen echten Dorfkern.
Geschichte Die Bauerschaft Nordhausen gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Hunteburg des Hochstifts Osnabrück. Von 1807 bis 1810 gehörte Nordhausen zum Kanton Ostercappeln des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie Ostercappeln im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems. 1814 kam Nordhausen zum Königreich Hannover und gehörte dort zum Amt Wittlage-Hunteburg. 1867 fiel Nordhausen mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Wittlage. Im Landkreis Wittlage gehörte Nordhausen zur Samtgemeinde Ostercappeln. Am 1. Juli 1972 wurde Nordhausen im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen Teil der Gemeinde Ostercappeln im Landkreis Osnabrück.
Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Quelle 1871 222 Volkszählung 1871 1910 245 1939 182 1950 272 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen) 1961 182 1970 180
Boden-, Bau- und Naturdenkmale An der Schledehauser Straße liegt ein als Bodendenkmal geschützter Grabhügel.
Unter Denkmalschutz stehen in Nordhausen die Mühle Meyerhof, der Hof Johannsmann, ein Querdielenhaus am Alten Schulweg 12, ein Zweiständer-Hallenhaus auf dem Hof Knap, ein Dreiständerhaus auf dem Hof Hehemann sowie ein Vierständer-Hallenhaus auf dem Hof Honebrink.
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Ostercappeln) Kategorie:Ort im Landkreis Osnabrück Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Osnabrück) Kategorie:Gemeindeauflösung 1972