mini|hochkant|Wappen derer von Rödinghausen im Wappenbuch des Westfälischen Adels Rödinghausen (auch Röddinghausen, Rödinckhuesen, Rodenkusen, Roinckhusen, Rodhenchusen, Rüdenkusen, Rüddinckhusen o. ä.) ist der Name eines im 18. Jahrhundert erloschenen westfälischen Uradelsgeschlechts.
Geschichte Das Geschlecht hatten seinen namensgebenden Stammsitz auf Gut Rödinghausen im heutigen Menden-Lendringsen im Märkischen Kreis.Spießen (1901–1903), S. 106. Erstmals erscheint die Familie mit Ritter Evert von Rödinghausen im Jahr 1249. Auch die darauffolgenden urkundlichen Erwähnungen stammen von Familienmitgliedern im Ritterstand: 1252 Ritter Evert und Lambert von Rödinghausen, 1254 Ritter Luthard von Rödinghausen, 1257 Ritter Lambert von Rödinghausen sowie 1259 und 1268 Ritter Evert von Rödinghausen.Steinen (1755), S. 1109.
Im 14. Jahrhundert treten auf Gotfridus dictus de Roddinckhusen (1304), die Brüder Henrich, Gobelin und Hermann von Rödinghausen, Wittekinds Söhne (1344), Hermann von Rödinghausen, der 1348 mit einer Engel (Angela) verheiratet ist, der mit einer Alheid verheiratete Evert von Rödinghausen (1350), ihre Tochter Greta war mit Hermann von Holdenkusen vermählt, Henrich von Rödinghausen (1356), Gertrud von Rödinghausen, Ehefrau des Hermann von Bürspede (1364), und Lambert von Rödinghausen (1367). Es folgten der mit einer Kune verheiratete Henrich Rödinghausen (1406), 1416–1441 Elske Rödinghausen, Ehefrau von Diederich Godeskuse, Bürgermeister in Hamm, sowie 1419 Ludeke von Rödinghausen, der sich zweimal vermählte, zunächst mit Gertrud von Hilbecke († 1419) und danach mit Margreta Maeß, Tochter des Johannes. Johann von und zu Rödinghausen war 1470 mit Greta von Neheim genannt Dütscher verheiratet, so wie Peter von Rödinghausen 1546 mit Clara Deitert. Der letzteren Kinder hießen Hertlief und Elsken. Diederich von Rödinghausen vermählte sich am 6. August 1585 mit Ermgard Cloet. Ihre Tochter war Alheid (* 21. März 1590).Steinen (1755), S. 1109 f.
Darüber hinaus sind drei Stammfolgen überliefert:Steinen (1755), S. 1111 ff.
Die Familie erlosch mit dem Tod von Anna Helene von Rödinghausen († 1779).
Persönlichkeiten Jürgen von Rödinghausen (1498–1586), Bürgermeister von Hamm Diederich von Rödinghausen (1572–1625), 1618 Bürgermeister von Hamm Arnold Amand von Rödinghausen (1651–1726), königlich-preußischer Obristwachtmeister, Kommandant zu Altena Johann Werner von Rödinghausen (1669–1737), Bürgermeister von Hamm Werner von Rödinghausen († 1723), Bürgermeister von Hamm
Wappen Blasonierung: In Silber ein blaues Mühleisen. Auf dem blau-silbern bewulsteten Helm blau-silbernen Helmdecken das blaue Mühleisen schwebend zwischen einem silbernen und einem blauen offenen Flügel.
Literatur Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Heberle, Köln 1858, S. 339 (Google Bücher). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 106 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfln. 265 (hhu.de). Johann Dietrich von Steinen: Westphälische Geschichte mit vielen Kupfern, 2ter Teil. Meyer, Lemgo 1755, S. 1108 ff. (Google Bücher).
Einzelnachweise
Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht Kategorie:Ersterwähnung 1249 Kategorie:Stammliste