Frédéric Grah Mel ist ein ivorischer Journalist, Hochschullehrer und Biograf. Er wurde durch seine dreibändige Biografie über den ivorischen Präsidenten Félix Houphouët-Boigny (2003; 2010; 2010) bekannt. Für die beiden 2010 erschienenen Bände wurde er 2011 mit dem Prix Ivoire pour la littérature africaine d’expression francophone ausgezeichnet.

Leben Grah Mel begann als Journalist, lehrte später an der École normale supérieure (ENS) in Abidjan und arbeitete als Forscher an der Fondation Félix-Houphouët-Boigny in Yamoussoukro.

Wirken Sein biografisches Werk setzte Grah Mel 1991 mit Marcel Treich-Laplène, précurseur de la Côte d’Ivoire ein, einer Studie über den Kolonialverwalter Marcel Treich-Laplène. Es folgte 1995 Alioune Diop, le bâtisseur inconnu du monde noir über den Gründer von Présence Africaine Alioune Diop. Im Jahr 1998 erschien Bernard Yago, le cardinal inattendu über den ivorischen Kardinal Bernard Yago. Aufmerksamkeit erlangte aber insbesondere der monumentale erste Band der Houphouët-Boigny-Biografie, Félix Houphouët-Boigny. Le fulgurant destin d’une jeune proie (?–1960) (2003). Im Dezember 2010 veröffentlichte Grah Mel die Folgebände Félix Houphouët-Boigny. L’épreuve du pouvoir (1960–1980) und Félix Houphouët-Boigny. La fin et la suite, welche das politische Wirken und den späten Lebensabschnitt des Präsidenten behandeln. Überdies setzte er sich im Aufsatz Biographie et transmission de la mémoire en Afrique in Présence Africaine (2010) mit der Rolle von Biografien für die Gedächtnisbildung in Afrika auseinander.

Einzelnachweise

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