Die Investigativstation – Partnerschaft Freier Journalist:innen ist ein journalistisches Kollektiv, das sich auf investigative und evidenzbasierte Recherchen zu Gesundheits- und Medizinthemen spezialisiert hat. Sie wurde Ende 2024 von der freien Wissenschaftsjournalistin Sigrid März und dem freien Investigativjournalisten Martin Rücker gegründet und als Partnerschaftsgesellschaft beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eingetragen. Für ihre Recherchen arbeitet sie mit weiteren freien Journalisten und Experten zusammen. Die Basis dafür bilden einheitliche journalistische Qualitätsstandards, die auf der Website des Kollektivs dargestellt sind.

Die Investigativstation ist das Nachfolgeprojekt des gemeinnützigen Online-Magazins MedWatch, das 2024 seinen Betrieb einstellte. Ihre Gründung wurde vom Innovationsfonds der Wissenschaftspressekonferenz gefördert. Im Juli 2026 wurde die Investigativstation für den European Science Journalist of the Year Award nominiert.

Recherchen (Auswahl)

Im August 2025 deckte die Investigativstation im Stern massive Konflikte im Management der Corona-Pandemie zwischen dem damaligen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, auf. Grundlage dafür bot der bisher unbekannte E-Mail-Austausch zwischen Spahn und Wieler, den die Journalisten nach einer Klage über das Informationsfreiheitsgesetz erhalten hatten. Im NDR-Fernsehen, auf tagesschau.de und in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung enthüllte die Investigativstation im Herbst 2025 einen Medizinprodukte-Skandal. Demnach war ein Gel-Implantat zur Vergrößerung von Körperteilen über Jahre hinweg in Deutschland eingesetzt worden, obwohl schwerwiegende Komplikationen bei Ärzten und Behörden bekannt waren.

Weblinks

Website der Investigativstation

Einzelnachweise

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