Walter Hermann Klinkert (* 12. Januar 1901 in Berlin; † 19. Januar 1959 ebenda) war ein deutscher Maler, Grafiker und Hochschullehrer.

Leben Klinkert war ein Sohn des Dekorationsmalers Hermann Theodor Klinkert (1869–1922) und dessen Ehefrau Anna Klara Amalie, geborene Rupprecht.Standesamt Berlin 9, Sterbe-Register 1922, Urkunde Nr. 1451 Über seine Ausbildung ist nichts Genaues bekannt, aber 1922 war er Schüler an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums, ab 1924 Vereinigte Staatsschulen für freie und angewandte Kunst, bei Emil Orlik. 1928 trat er als Kunstschüler eine Reise nach Italien an.Passagierliste 24. Juli 1928, Band 373-71, VIII A 1, Band 357 Im Jahr 1934 heiratete er die Malerin, Grafikerin und Kinderbuchillustratorin Hildegard Weinitschke (1897–1974).Standesamt Berlin 9, Heirats-Register 1934, Urkunde Nr. 548 1934–1935 hielt er sich als Stipendiat der Deutschen Akademie Rom in der Villa Massimo auf, denn er war ein dem Regime sehr genehmer Künstler. In den Jahren 1937 bis 1941 war er auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen in München vertreten. Seine Haupttätigkeit war die Lehre. Von 1937 bis 1943 war er Lehrer für Zeichnen und Malen an der Königlichen Kunstschule zu Berlin. Gleichzeitig war er ab 1939 Lehrer für Architekturzeichnen an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst und wurde 1943 zum Professor ernannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er in Oberbayern, wo er seine Forschungen über die römisch-antike Wandmalerei, die er schon in Pompeji begonnen hatte, fortsetze. Von 1954 bis 1958 hatte er an der Hochschule für bildende Künste Berlin wieder einen Lehrauftrag für architektonisches Zeichnen.

Werk Als „Berliner Stadtbildzeichner“ schuf er zahlreiche Ansichten, u. a. Notbrücke am Humboldthafen (1926–1928) Haus I, Eckhaus Karlstraße (1928) Haus II, Kleine Präsidentenstraße 7 (1928) Frontansicht des Berliner Schlosses Für Wilhelm Bünings Bauanatomie (1928) lieferte er die Grafiken.

Auf seinen Reisen quer durch Deutschland schuf er u. a. Frankenstien in Schlesien (1923) Rügenwalder Münde an der Ostsee (1929) Alte Häuser am Main (Würzburger Radierungen) Das Ulmer Münster (1959) St. Peter in München, Radierung Die Burgruine in Ingelheim am Rhein, Radierung Das Straßburger Münster, Radierung Im „Großen Garten“ bei Hannover Pegnitzbrücke Bei seinem Romaufenthalt entstanden zahlreiche Zeichnungen und Radierungen, u. a. Monte Cavallo Piazza Navona

Publikationen Bemerkungen zur Technik der pompejanischen Wanddekoration. In Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Römische Abteilung 64, S. 111–148 (1957)

Literatur

Weblinks Werke von Walter Klinkert. In: artnet. Abgerufen am 13. November 2025 Aufstellkrippe von Walter Klinkert. In: Sammlungen Online der Staatlichen Museen zu Berlin. Abgerufen am 13. November 2025

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Berlin) Kategorie:Grafiker (Berlin) Kategorie:Hochschullehrer (Vereinigte Staatsschulen für freie und angewandte Kunst) Kategorie:Hochschullehrer (Universität der Künste Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1901 Kategorie:Gestorben 1959 Kategorie:Mann