mini|rechts|alternativtext=Nicola Quaß hält lächelnd ein Mikrofon in der Hand.|Nicola Quaß bei einer Lesung im Literaturhaus Darmstadt (2026) Nicola Quaß (* 26. Juli 1974 in Wetzlar) ist eine deutsche Lyrikerin und Schriftstellerin.

Leben und Werk Nicola Quaß studierte nach ihrem Abitur Rechtswissenschaften und absolvierte anschließend ihr juristisches Referendariat. Neben ihrer Beschäftigung als Anwältin in einem Unternehmen widmet sich Quaß seit vielen Jahren dem poetischen Schreiben.

Zahlreiche Gedichte und poetische Prosastücke sind seitdem in Literaturzeitschriften (z. B. Konzepte, Ostragehege, Poesiealbum neu) und Anthologien (z. B. Jahrbuch der Lyrik, Versnetze) erschienen. Für ihre Lyrik wurde sie u. a. mit dem 2. Platz des Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis (2023) und dem Rolf-Bossert-Gedächtnispreis (2025) ausgezeichnet. Im Februar 2020 veröffentlichte sie ihren ersten Gedichtband Nur das Verlorene bleibt im hochroth Verlag Heidelberg. 2022 folgte die zweisprachige Gedichtsammlung Ich träumt | Yo sueña der spanischen Lyrikerin Mónica Francés, an deren deutscher Übersetzung Quaß gemeinsam mit Marcus Roloff und Geraldine Gutiérrez-Wienken mitwirkte. Im März 2024 erschien ihr zweiter eigener Gedichtband Moorland – mit Aquarellen der Künstlerin Erika Magdalinski – im dr. ziethen verlag Oschersleben. Ihr Debütroman Hungergesang erschien 2025 im Erfurter Independent-Verlag Kul-ja! Publishing.

Nicola Quaß lebt in Düsseldorf und ist Mitglied im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) und der GEDOK.

Stil Inhaltlich kreisen Quaß’ Gedichte oft um Erinnerungen, Identität, Kindheitserfahrungen und Vergänglichkeit. Ihre Lyrik verbindet sinnliche Naturbilder und Traumsequenzen mit introspektiven Momenten. Kennzeichnend für ihren Stil ist eine reduzierte, leise, unaufdringliche und zugleich dichte Sprache, mit der sie flüchtige Augenblicke und unausgesprochene Wahrheiten einfängt. Oft arbeitet sie mit scheinbar paradoxen Bildern und Formulierungen, mit denen sie sich an die Grenze des Unsagbaren herantastet.

Auszeichnungen 2004: Marler Lyrikpreis Lyrik 2000S 2017: Merck Stipendium der Darmstädter Textwerkstatt 2023: Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis (2. Platz) 2025: Rolf-Bossert-Gedächtsnispreis

Publikationen Nur das Verlorene bleibt. Gedichte. hochroth Verlag, Heidelberg 2020, ISBN 978-3-903182-57-8. als Hrsg. mit Stefan Hölscher und Alfred Büngen: Fließen der Identitäten. Anthologie. Gedichte. Geest-Verlag, Vechta 2020, ISBN 978-3-86685-769-8. als Mitübers.: Mónica Francés, Yo sueña | Ich träumt. Gedichte. Übersetzung aus dem Spanischen. hochroth Verlag, Heidelberg 2022, ISBN 978-3-949850-10-3. Moorland. Gedichte. dr. ziethen Verlag, Oschersleben 2024, ISBN 978-3-86289-210-5. Hungergesang. Roman. kul-ja! publishing, Erfurt 2025, ISBN 978-3-949260-46-9.

Weblinks Literatur von und über Nicola Quaß im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Offizielle Website von Nicola Quaß Autorenlexikon Literaturport Autorenlexikon LITon.NRW Interview mit Walter Pobaschnig auf Literatur Outdoors - Worte sind Wege, 30. Juli 2024

Einzelnachweise

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