Oscar Berger (geboren am 12. Mai 1901 in Eperies, Komitat Sáros, Österreich-Ungarn; gestorben am 15. Mai 1997 in New York) war ein bekannter Cartoonist und Grafiker in Berlin, London und New York.

Leben und Wirken Oskar Berger kam väterlicherseits aus einer deutschsprachigen jüdischen Familie in Eperies (jetzt Prešov in der Slowakei), die Mutter stammte aus Mähren.Hotel Berger. Aktuality.sk, 7. Januar 2024, über das Hotel Berger in Prešov, das die Brüder Heinrich und Samuel Berger um 1870 gegründet hattenAlexander Dorn: Die Protokollirten Firmen von Österreich-Ungarn, Bosnien und Hercegovina. Band IX. Wien 1892, S. 258 und öfter; in der Umgebung von Eperies gab es mehrere Kaufleute Berger; books.google.de Er besuchte die höhere Schule in Leutschau und studierte anschließend kurzzeitig Kunst in Prag, Paris und 1920 in Berlin.Oscar Berger. Uri Collection, mit einigen biografischen Details. Mack D. Vaughan: The Caricatures of Oscar Berger and David Low. Master of Arts. North Texas State Teachers College, Denton TX 1949, S. 7; library.unt.edu (PDF). Danach war er als Pressezeichner für den Ullstein Verlag tätig.W. Joachim Freyburg, Hans Wallenberg (Hrsg.): Hundert Jahre Ullstein 1877–1977. Berlin 1977, S. 338, über seine Zeichnungen in Genf bei der Versammlung des Völkerbundes (wahrscheinlich 1934) für die B.Z. am Mittag; books.google.de Eine eindeutige Zuordnung als Zeichner oder ähnliches gibt es nicht, er war möglicherweise als ein Kaufmann angegeben; vgl. auch 1931, S. 198; 1933, S. 161. 1923 zeichnete er Cartoons vom Prozess gegen Adolf Hitler und weitere Putschisten in München.

1933 emigrierte Oskar Berger zunächst nach Prag und dann über Budapest und Paris 1935 nach London. Dort zeichnete er für mehrere Zeitungen und Zeitschriften.Hartmut Krug, Michael Neugesser (Hrsg.): Kunst im Exil in Großbritannien 1933–1945. 1986, S. 117, mit einigen biografischen Informationen; books.google.de In den folgenden Jahren wurden alle seine Verwandten väterlicherseits während des Holocaust ermordet. Anfang der 1950er Jahre zog er nach New York und wurde 1955 US-amerikanischer Staatsbürger. In dieser Zeit war er mit Aran (Anne) Varga aus Kispest verheiratet.

Zeichnungen

Persönlichkeiten Oscar Berger zeichnete Cartoons von zahlreichen bekannten Persönlichkeiten, darunter den US-Präsidenten Calvin Coolidge, Herbert Hoover, Franklin D. Roosevelt, Harry Truman, Dwight D. Eisenhower, John F. Kennedy,Works of Oscar Berger John F. Kennedy Library, Blatt mit einigen Zeichnungen von 1962 Lyndon B. Johnson, und Richard Nixon, der Königinnen Elisabeth II. von Großbritannien und Wilhelmina der Niederlande, den Königen Viktor Emmanuel III. von Italien und Georg II. von Griechenland, der Päpste Pius XII. und Johannes Paul II., dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, den Premierministern Aristide Briand, Winston ChurchillOscar Berger Spartacus Educational, mit Zeichnung über Churchill, und kurzen biografischen Informationen, Clement Attlee, Edvard Beneš, Charles de Gaulle, den sowjetischen Politikern Wjatscheslaw Molotow und Andrej Gromyko, dem US-Gouverneur Earl WarrenOscar Berger National Portrait Gallery (Memento), mit Zeichnungen von einigen Richtern am US Supreme Court, den Schauspielern Charlie ChaplinHitler and Chaplin at 54. The man who made the world laugh, in The New York Times, April 18, 1943, page SM17 (Zeichnungen), Marlene Dietrich, Greta GarboGreta Garbo Signed Original Gotta Have Rock and Roll, Lot 29780, Zeichnung von Oscar Berger, die von Grera Garbo signiert wurde, Gina Lollobrigida, Clark Gable, Judy Garland, Bette Davis, Bob Hope, Jane Russell, dem Physiker Albert Einstein, dem Dirigenten Arturo Toscanini, dem Komponisten Paul Hindemith, dem Sänger Pablo Casals, der Cellistin Raya GarbousovaOscar Berger Original Caricature Raya Garbousova Worth Point, den Tänzerinnen Anna Pawlowa, Maria Tallchieff und Valeska Gert, dem Pantomimen Marcel Marceau, den Schriftstellern George Bernard ShawMack D. Vaughan: The Caricatures of Oscar Berger and David Low. Master of Arts. North Texas State Teachers College, Denton TX 1949, S. 21; library.unt.edu (PDF). und T. S. Eliot und weiteren. Einige dieser Zeichnungen wurden von den Porträtierten signiert.

Bücher Eigene Bücher Oscar Berger veröffentlichte einige Bücher mit Cartoons und Zeichnungen. Tip und Top die zwei Schotten. Mosse, Berlin 1933. Aesop's Foibles. New York 1947. À la Carte. The Gourmet's Phantasmagoria in Fifty Cartoons. New York 1948. Famous Faces. Caricaturist's Scrapbook. London 1950. My Victims. How to Caricature. New York 1952. I Love You. A Selection of Love Poetry. 1960. The Presidents. From George Washington to the Present. Hammond 1968.

Weitere Bücher Er schuf auch Illustrationen für Bücher anderer Autoren. Hanns Heinz Ewers: Die traurige Geschichte meiner Trockenlegung. Landsberg, Berlin 1927 (Illustrationen )

Zeitschriften

Oscar Berger zeichnete für verschiedene Zeitschriften und ZeitungenMack D. Vaughan: The Caricatures of Oscar Berger and David Low. Master of Arts. North Texas State Teachers College, Denton TX 1949; library.unt.edu (PDF)., 1949, S. 7–8, mit einigen Zeitschriftentizeln Deutschland: B.Z. am Mittag, und weitere Publikationen des Ullstein Verlages in Berlin Großbritannien: The Daily Telegraph, Sunday Dispatch, Lilliput, Courier, News of the World, The Illustrated London News, This Week (Wales) USA: Life Magazine, Look Magazine, The New York Times, New York Herald Tribune, The Saturday Review, The Nation Frankreich: Le Figaro

Unternehmen Oscar Berger zeichnete auch Werbegrafiken für verschiedene Unternehmen, wie Shell, London Transport und Post Office.

Ausstellungen Zeichnungen von Oscar Berger wurden bei einigen Ausstellungen gezeigt. Ausstellung der Pressezeichner, Berlin 1929 Die Vertreibung des Geistigen aus Österreich, 1985Gloria Withalm: Die Vertreibung des Geistigen aus Österreich. Zur Kulturpolitik des Nationalsozialismus, Ausstellungskatalog, Zentralsparkasse, 1985, S. 85, 385, wahrscheinlich in Wien, dort auch Ausstellungsbeteiligung 1929 erwähnt; books.google.de Oscar Berger's Presidential Caricatures, New Britain Museum of American Art, Connecticut, 2012Oscar Berger's Presidential Caricatures at NBMAA. Courant.com, 2012 (Memento), mit den Porträtzeichnungen der US-amerikanischen Präsidenten

Literatur Mack D. Vaughan: The Caricatures of Oscar Berger and David Low. Master of Arts. North Texas State Teachers College, Denton TX 1949; library.unt.edu (PDF). Miloslav Rechcigl Jr.: Notable Americans of Czechoslovak Ancestry in Art and Letters and in Education. Bloomington 2021, S. 170, mit weiterer biografischer Literatur; books.google.de Famous Faces by Oscar Berger. In: American Artist, Oktober 1963, 27, 8, S. 44–49; 65, mit einigen biografischen Informationen. Norman Kent: Oscar Berger. Caricaturist Of World Celebrities. In: American Artist, Mai 1959. 23, 5, S. 28–33, 69–73.

Weblinks Oscar Berger. Ben Uri Research Unit, mit einigen Informationen. Oscar Berger. Prešov Vadium, mit einigen Zeichnungen. Oskar Berger Prešovak.sk

Einzelnachweise

Kategorie:Grafiker Kategorie:Karikaturist Kategorie:Geboren 1901 Kategorie:Gestorben 1997 Kategorie:Mann