mini|Tiburce Koffi (2013) Tiburce Koffi (* 1955) ist ein ivorischer Schriftsteller, Dramatiker, Journalist und Musiker. Er leitete das staatliche Kulturhochschul-Institut INSAAC und wurde im Januar 2015 von dieser Position abberufen. Im Juni 2015 beantragte er nach der Einreise über den Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle politisches Asyl in Frankreich. 2022 wurde Koffi mit dem Grand Prix national Bernard Dadié de la littérature ausgezeichnet.

Leben Koffi wurde 1955 in der Elfenbeinküste geboren und profilierte sich früh zugleich als Lehrer, Journalist und Jazz-Musiker. Als Generaldirektor des Institut National Supérieur des Arts et de l’Action Culturelle (INSAAC) geriet er 2014/2015 in Konflikt mit dem Kulturministerium und wurde am 14. Januar 2015 seines Amtes enthoben. Kurz darauf veröffentlichte er den politischen Essay Présidentielle d’octobre 2015 : Non à l’appel de Daoukro und erklärte, seine Absetzung stehe mit seiner Opposition in Zusammenhang. Im Juni 2015 beantragte er nach seiner Ankunft in Roissy politisches Asyl und erhielt die Einreise nach Frankreich. Am 18. Januar 2018 kehrte er nach drei Jahren Exil in die Elfenbeinküste zurück.

Wirken Koffi veröffentlichte zahlreiche Theaterstücke, Essays und Prosabände; 1996 wurde seine Hörspielarbeit Le Paradis infernal mit dem RFI-Preis für Radiotheater (Gabriel-Germinet) ausgezeichnet. Spätere Buchveröffentlichungen umfassen En rencontrant Godot (2017) und L’itinérant : Journal d’un promeneur (‚Der Flaneur‘, 2018). Er betont die doppelte Prägung seines Schaffens zwischen Literatur und Musik sowie eine klare, gesellschaftskritische Haltung.

Auszeichnungen Für sein Gesamtwerk wurde er 2022 mit dem Grand Prix national Bernard Dadié de la littérature geehrt.

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