mini|Friedensmahnmal, Fasanerie, München Das Friedensmahnmal Fasanerie im Münchner Stadtteil Fasanerie wurde „in den 1950er Jahren aus Ziegeln kriegszerstörter Häuser erbaut“, was von Kontroversen um die Verwendung des Standorts als Stellplatz für einen Autohändler und die folgliche Versetzung des Denkmals im Jahr 2019 an den heutigen Standort begleitet warTz, Süddeutsche Zeitung, Hallo München.
Geschichte Beschreibung Das Denkmal zum Gedenken an die Kriegsopfer und Vertriebenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs besteht aus zwei niedrigen Mauern, die in einem rechten Winkel zusammengefügt sind sowie einem großen Kreuz aus Holz. Es entstand in den 1950er Jahren. Für die Errichtung wurden Ziegelsteine von Häusern aus dem Ortsteil Fasanerie verwendet, die im Krieg zerstört worden waren.
Auf der Mauer sind zwei Tafeln in Frakturschrift angebracht.
Es sei ein „typisches Kriegerdenkmal“ gewesen, bevor in den 1990er Viertelbewohner in Abstimmung mit dem Heimat- und Kameradschaftsverein Fasanerie in die derzeitige Form gebracht wurde. Über sein genaueres damaliges Aussehen und welche Veränderungen damit gemeint sind, gibt es keine näheren Auskünfte. Das Platz des Denkmals wird von dem Heimat- und Kameradschaftsverein Fasanerie gepflegt, für das Denkmal selbst ist die Stadtverwaltung verantwortlich.
Ehemaliger Standort
Das Denkmal soll seit den 1960er Jahren auf Privatgrund stehen bzw. früher der Bahn gehört haben. Das Grundstück an der Feldmochinger Straße nahe des Bahnübergangs wurde nach übereinstimmenden Quellen 2004 an einen Autohändler verkauft.
Der Autohändler duldete das Denkmal lediglich auf seinem Grundstück und stellte etwa seit Anfang 2017 direkt vor dem Denkmal Verkaufswagen auf. Das führte zu Streitigkeiten mit dem Heimatverein, der schließlich bei der Stadt eine Versetzung des Denkmals beantragte.
Neuer Standort Um 2016 plante die Deutsche Bahn einen Umbau an dieser Stelle und hatte vor, den kleinen Park umzunutzen. Für das Jahr 2018 sei sogar eine Untertunnelung der Gleise an der Stelle geplant gewesen. Bereits im Jahr 2009 hatte die Stadt, offensichtlich aufgrund des geplanten Umbaus, dem Verein einen neuen Standort vorgeschlagen. Später war ein weiterer, aus der Sicht des Vereins ungeeigneter Standort auf der gegenüberliegenden Seite der Bahngleise im Gespräch (eine neue Verkehrsinsel an der Leberblümchen- und Himmelschlüsselstraße), wogegen der Verein protestierte. Als neuer Standort wurde am 18. Juli 2017Beschluss des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 24 Feldmoching-Hasenbergl vom 18.07.2017 (PDF), auf risi.muenchen.de der zuerst vorgeschlagene Standort bei der Kirche St. Christoph beschlossen. 2019 wurde das Denkmal an seinen heutigen Platz versetzt.
Gedenkfeiern am Denkmal Jährlich am Volkstrauertag (spätestens seit 2016) finden Andachten am Denkmal nach einem Gottesdienst in der Kirche St. Christoph statt.
Weblinks
Simon Schramm: Würdiges Gedenken in: Süddeutsche Zeitung, 9. Dezember 2016. Katrin Hildebrandt: [ Streit um Gedenken zwischen Gebrauchtwagen] in: tz, 6. März 2017 hil: Fasanerie: Kriegerdenkmal zieht an einen würdigen Platz um in: tz, 15. November 2017. Simon Schramm: Neue Debatte um Kriegsopfer-Denkmal in: Süddeutsche Zeitung, 13. Mai 2018 Schuri: Kriegerdenkmal bekommt neuen Standort in: Hallo München, 21. Mai 2018 Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk in der Fasanerie-Nord Kategorie:Versetztes Bauwerk in München Kategorie:Kriegerdenkmal in Bayern Kategorie:Gedenkstätte des Ersten Weltkriegs in Bayern Kategorie:Gedenkstätte des Zweiten Weltkriegs in Bayern Kategorie:Mauer in Deutschland Kategorie:Erbaut in den 1950er Jahren Kategorie:Gedenkmauer