mini|Haupthaus (2021) Der Hof Hiestermann, oder auch Behrenscher Hof, in der niedersächsischen Gemeinde Südheide, Ortschaft Unterlüß-Lutterloh, Dorfstraße 11, im Landkreis Celle, wurde im 19. Jahrhundert gebaut. Aktuell (2025) wird er zum Wohnen und wohl landwirtschaftlich genutzt.

Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Südheide (Gemeinde)).Beschreibung/Bilder des Hofs im Denkmalatlas Niedersachsen

Geschichte und Beschreibung Lutterloh wurde in der alten Büntingschen Chronik als Geburtsort von Kaiser Lothar III. (Lothar von Supplinburg) (um 1075–1137) benannt. Den Siedlungskern von Lutterloh bilden zwei seit 1438 urkundlich nachweisbare Hofanlagen. Der Hiesterhof gehört zu den bedeutendsten Einzelhofanlagen der Südheide. Auf der Hofanlage Dorfstraße 11 hat sich weitestgehend die historische Bausubstanz erhalten. mini|hochkant= 0.6|Taubenhaus, links Wirtschaftsgiebel des Haupthauses (2008)mini|hochkant= 0.6|Scheune (2024) mini|hochkant= 0.6|Schafstall (2024) mini|hochkant= 0.6|Ehemalige Remise (2024)

Die Hofanlage besteht aus dem Wohn- und Wirtschaftsgebäude von 1845 (Inschrift) mitBeschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem eingeschossigen, traufständigen Wirtschaftsteil als Vierständer-Hallenhaus auf Werksteinsockel in Fachwerk mit geschosshohen Streben und Ausfachungen in Stein, ziegelgedecktem Krüppelwalmdach, Niedersachsengiebel mit Uhlenloch, Pferdeköpfen und der Grooten Door mit Rundbogen sowie mit gekuppelten Ständern, dem zweigeschossigen, quergelagerten, westlichen Wohnteil, im Fachwerk ebenfalls mit gekuppelten Ständern, Satteldach und Westfassade mit vertikaler Holzverbretterung, dem zweigeschossigen Taubenhaus von 1921 als verputzter Massivbau mit Glockenhaube in Biberschwanz-Kronendeckung und Gauben, darüber-Dachreiter in Fachwerk mit Zeltdach und Uhrenhäuschen und dem obereren Abschluss mit Laterne, Schallarkaden und schiefergedecktem, gekehlten Zeltdach; Erdgeschoss mit sechs Türchen mit Oberlichtern, Obergeschoss mit dreifach verbundenen Fenstern,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen der eingeschossigen, giebelständigen Scheune von 1856, in Fachwerk mit geschosshohen Streben und roten Steinausfachungen, mit ziegelgedecktem Satteldach, Schleppgauben und Pferdeköpfen als Giebelschmuck sowie senkrechter Verbretterung in den oberen Giebeldreiecken und Quereinfahrten,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem eingeschossigen Schafstall von 1898 in verbohltem Fachwerk auf Sockel, mit ziegelgedecktem Krüppelwalmdach und Längseinfahrt, sowie massiver Nordostecke,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen und der später geschlossenen Remise in Fachwerk mit Walmdach, Schleppgauben und einem zweigeschossigen Mittelteil, alles umgebaut zu einem Wohnhaus.Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen

Die Familie Hister, tom Hister und dann ab etwa 1660 Hiestermann waren Eigentümer von Höfen in der Region. Siehe dazu auch Hof Hiester in Hermannsburg. Geschichtsforscher nehmen zudem an, dass im Mittelalter ein unehelicher Sohn des Kaisers Lothar III. Besitzer des Hofes gewesen seien soll. Der Maler Gustav Koken, der sich oft für seine Landschaftsbilder in der Südheide aufhielt, malte hier das Bild „Hof bei Lutterloh“ und der Maler Albert Konig das Bild „Hof Hiestermann Lutterloh“. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützte die Sanierung von Gebäuden.

Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… die Hofanlage gibt ein originäres Gesamtbild wieder ….“

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Einzelnachweise

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