Hendelhammer ist ein Gemeindeteil des Marktes Thierstein im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Hendelhammer hat eine Fläche von 1,283 km². Sie ist in 143 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8973,74 m² haben.
Geographie Das Dorf liegt an der Eger in einer Waldlichtung zwischen der Selber Forst im Norden und der Kaiserhammer Forst-Ost im Süden. Der Abschnitt der Eger steht unter Naturschutz. Nördlich von Hendelhammer befindet sich der Herrgottstein, der als Geotop ausgezeichnet ist. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße WUN 19 (0,8 km westlich), die in Nord-Süd-Richtung parallel zur Bundesautobahn 93 verläuft.
Geschichte Der ehemalige Eisenhammer wurde wahrscheinlich 1368 von Albrecht von Nothaft gegründet. Der Ortsname leitet sich vom Familiennamen Hendel ab;J. M. Ritz, B. H. Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz, S. 121f. Nikol Hendell gehörte eine Hälfte des unteren Hammers, wie aus dem Landbuch der Sechsämter (1499) hervorgeht. Die andere Hälfte gehörte Albrecht Taubenmerkel. Das Hochgericht übte das brandenburg-kulmbachische Amt Thierstein aus.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 163. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde neben dem Hammer auch eine Mühle und ein Sägewerk erwähnt.D. Herrmann, H. Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 260. 1787 war der Hammer stillgelegt. Es gab vier Wohnhäuser, eine Mühle, ein Gütlein und ein Tropfhaus.
Von 1797 bis 1810 unterstand Hendelhammer dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde Hendelhammer dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Thierstein und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Birkenbühl zugewiesen. Am 1. Januar 1978 wurde Hendelhammer im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Thiersheim eingemeindet.
Baudenkmäler In Hendelhammer gibt es vier Baudenkmäler: Haus Nr. 3: Wohnhaus Haus Nr. 5 und 6: Wohnstallhäuser Brücke über die Selb
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 56 59 57 56 56 58 71 58 65 50HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 9 9 9 8 11 14Quelle
Religion Hendelhammer ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Michael (Thierstein) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Geographie (Thierstein, Fichtelgebirge) Kategorie:Ersterwähnung 1499 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge