Góry () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Wilczęta im Powiat Braniewski.

Geographische Lage Góry liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zehn Kilometer nordöstlich von Pasłęk bzw. 25 Kilometer südlich der Kreismetropole Braniewo.

Geschichte Der Gutsort Guhren wurde vor 1339 gegründet, war bis nach 1785 in Groß~ und Klein Guhren unterteilt und wurde danach unter der Bezeichnung Guhren zusammengefasst.Dietrich Lange: Guhren, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Zum Dorf gehörte später eine Ziegelei. Im Jahre 1820 zählte Guhren 38 Einwohner.

Im Jahre 1874 wurde der Gutsbezirk Guhren in den neu errichteten Amtsbezirk Schlobitten (polnisch Słobity) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Schlobitten Die Zahl der Einwohner Guhrens kletterte bis 1885 auf 169 und belief sich im Jahre 1910 auf 143 mit zuzüglich 51 Einwohnern im Gebiet Bahnhof Schlobitten.Meyers Gazetteer: Guhren

Am 30. September 1928 verlor der Gutsbezirk Guhren seine Eigenständigkeit, als er sich mit Nachbarorten zur neuen Landgemeinde Schlobitten zusammenschloss.

Als 1945 das gesamte südliche Ostpreußen in Folge des Zweiten Weltkrieges an Polen fiel, erhielt Guhren die polnische Namensform „Góry“. Als Osada (Siedlung) ist der Ort heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Wilczęta (Deutschendorf) im Powiat Braniewski (Braunsberg), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.

Religion Guhren war bis 1945 in den Sprengel Schlobitten der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Herrndorf und Schlobitten in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in Mühlhausen i. Ostpr. (polnisch Młynary) eingegliedert.

Heute gehört Góry zur evangelischen Kirchengemeinde in Młynary bzw. zur katholischen Pfarrgemeinde in Słobity.

Verkehr Góry liegt an einer Nebenstraße, die von Słobity-Stacja über Mikołajki nach Bronikowo führt.

Die nächste Bahnstation ist Słobity, heute „Słobity-Stacja“ genannt, an der jetzt nicht mehr regulär befahrenen Bahnstrecke Malbork–Braniewo, einem Teilabschnitt der Königlich Preußischen Ostbahn.

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet 1339 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Wilczęta