Birkenbühl ist ein Gemeindeteil des Marktes Thierstein im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Birkenbühl hat eine Fläche von 3,044 km². Sie ist in 278 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10948,39 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Hafendeck, Neudürrlas, Öchslersmühle, Pfannenstiel, Schlößlein, Schwarzteich und Wäschteich.
Geographie Das Dorf liegt auf freier Flur am Schafberg (), einer Erhebung der Selb-Wunsiedler Hochfläche. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schwarzteich (0,7 km nordöstlich) bzw. zur Kreisstraße WUN 12 (0,3 km westlich).
Geschichte Im Landbuch der Sechsämter (1499) wurde ein Flurgebiet „Birkenpuhl“ schriftlich erwähnt. Es war zu diesem Zeitpunkt die Viehweide des Thiersteiner Schafhofes. 1748 errichtete der Oberforstcommisar Oechsler von Thierstein darauf seinen Wohnsitz. 1760 wurde daraus ein Rittergut der Vogtländischen Ritterschaft. 1786 erwarb Markgraf Alexander die Anwesen, insgesamt 14 Gebäude, darunter das Schlösslein mit Wirtschaftsgebäude, ein Jägerhaus, eine Mühle und eine Schmiede.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 144f.
Von 1797 bis 1810 unterstand Birkenbühl dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde Birkenbühl dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Thierstein zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Birkenbühl. Zu dieser gehörten Hafendeck, Hendelhammer, Neudürrlas, Öchslersmühle, Pfannenstiel, Schlößlein, Schwarzteich und Wäschteich.D. Herrmann, H. Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 75f. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Selb und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Selb. Nach 1827 wurde die Gemeinde an das Landgericht Thiersheim und das Rentamt Wunsiedel überwiesen (1919 in Finanzamt Wunsiedel umbenannt). Ab 1862 gehörte Birkenbühl zum Bezirksamt Wunsiedel (1939 in Landkreis Wunsiedel umbenannt) und weiterhin zum Landgericht Thiersheim (1879 in das Amtsgericht Thiersheim umgewandelt, 1932 aufgehoben, seitdem Amtsgericht Wunsiedel). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche der Gemeinde von 4,324 km². Am 1. Januar 1978 wurde Birkenbühl im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Thierstein eingemeindet.
Das Ortswappen von Birkenbühl von 1957 zeigt im oberen Feld das Hohenzollernwappen, darunter geteilt vorne das Nothaft-Wappen, gefolgt von einer Birke auf einem Hügel als redendes Wappen.Werner Bergmann: Kennen Sie... Birkenbühl?. In: Der Siebenstern, Ausgabe 3/2024. S. 15.
Baudenkmäler In Birkenbühl gibt es ein Baudenkmal: Birkenbühl 3, 3 a: Ehemaliger Edelsitz
Bodendenkmäler In der Gemarkung Birkenbühl gibt es ein Bodendenkmal.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Birkenbühl Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 288 329 364 355 380 372 367 341 358 339 295 297 287 304 276 308 270 230 209 331 320 296 243 253HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 51 52 52 53 53 47 50 Quelle Für die Gemeinde Birkenbühl zuzüglich der Einwohner von Hafendeck (S. 43), Neudürrlas (S. 82), Pfannenstiel (S. 92), Schwarzteich mit Wäschteich und Schlößlein (S. 113).
Ort Birkenbühl Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 106 136 148 123 95 91 101 77 74 44Häuser 19 21 22 19 18 16Quelle
Religion Birkenbühl ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Michael (Thierstein) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Geographie (Thierstein, Fichtelgebirge) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge) Kategorie:Ersterwähnung 1499 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1977 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge