Das FFH-Gebiet Heiden und Wälder zwischen Aalen und Heidenheim ist ein im Jahr 2018 durch das Regierungspräsidium Stuttgart nach der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) angemeldetes Schutzgebiet (Schutzgebietskennung DE-7517-341) in Baden-Württemberg. Mit Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung vom 12. Oktober 2018 (in Kraft getreten am 11. Januar 2019), wurde das Schutzgebiet ausgewiesen.
Lage Das 4700,1 Hektar große Schutzgebiet liegt zwischen Aalen und Heidenheim an der Brenz und gehört zu den Naturräumen Albuch und Härtsfeld und Östliches Albvorland. Es umfasst die Heiden und Wälder zwischen Aalen und Heidenheim.
Das Gebiet erstreckt sich über die Markungen von fünf Städten und Gemeinden im Landkreis Heidenheim und im Ostalbkreis:
Heidenheim an der Brenz: 893,023 ha = 19 % Königsbronn: 1034,0266 ha = 22 % Aalen: 1645,0424 ha = 35 % Essingen: 47,0012 ha = 1 % Oberkochen: 1081,0278 ha = 23 %
Beschreibung und Schutzzweck Laut Steckbrief handelt es sich um das Kocher-Brenztal mit ausgedehnten Buchenwäldern auf Talhängen, Hangschultern, Kämmen und Hochebenen sowie den Waldrändern vorgelagerte Heiden und mit zahlreichen Höhlen.
Lebensraumklassen (allgemeine Merkmale des Gebiets) (prozentualer Anteil der Gesamtfläche)
Angaben gemäß Standard-Datenbogen aus dem Amtsblatt der Europäischen Union
Lebensraumtypen Folgende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie kommen im Gebiet vor:
EUCode Lebensraumtyp (offizielle Bezeichnung) Kurzbezeichnung Hektar 3140 Oligo- bis mesotrophe kalkhaltige Gewässer mit benthischer Vegetation aus Armleuchteralgen Gewässer mit Armleuchteralgen 0,01 3150 Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions Eutrophe Seen 0,18 3260 Dystrophe Seen und Teiche Dystrophe Gewässer 0,43 6110 Lückige basophile oder Kalk-Pionierrasen (Alysso-Sedion albi) Lückige basophile oder Kalk-Pionierrasen 0,17 6430 Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe Feuchte Hochstaudenfluren 0,01 6510 Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) Magere Flachland-Mähwiesen 12,83 7220 Kalktuffquellen (Cratoneurion) Kalktuffquellen 0,25 8160 Kalkhaltige Schutthalden der collinen bis montanen Stufe Mitteleuropas Kalkhaltige Schutthalden der collinen bis montanen Stufe 0,12 8210 Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation 17,89 8310 Nicht touristisch erschlossene Höhlen Nicht touristisch erschlossene Höhlen 0,29 9110 Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) Hainsimsen-Buchenwald 415,30 9130 Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) Waldmeister-Buchenwald 2944,40 9150 Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald (Cephalanthero-Fagion) Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald 20,16 9180 Schlucht- und Hangmischwälder Tilio-Acerion Schlucht- und Hangmischwälder 16,01 91E0 Auen-Wälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) Auen-Wälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior 0,31
Zusammenhängende Schutzgebiete Im Norden des FFH-Gebiets liegt das Naturschutzgebiet Volkmarsberg und im Süden des FFH-Gebiets grenzt das Naturschutzgebiet Brünneleswiesen an das FFH-Gebiet. Die Landschaftsschutzgebiete Albtrauf zwischen Unterkochen und Baiershofen, Tiefes Tal, Auffahrtsberg nördlich Itzelberg, Reute mit Umgebung, Teile der Hirschhalde und Laiberberges sowie Talhang nördlich der Vorderen Enggasse und Brenztalaue beim Brünneleskopf überschneiden sich mit dem FFH-Gebiet. Das Vogelschutzgebiet Albbuch überschneidet sich ebenfalls mit dem FFH-Gebiet.
Die flächenhaften Naturdenkmale Eiben im Fürsitz, Steinbruch Braunenbäumle, Baierstein, Steinbruch im Gewand Brand, Kanzelfels, Ursprungsfels, Hohler Stein, Rotstein-Felsen, Griebigensteinhöhle, Pflanzenstandort Pulverturm, Ursprung des Schwarzen Kochers, Kleiner Herwartstein mit Höhle Hessenloch, Großer Herwartstein, Felsen im „Kleinen Brenzel“, Gnannenloch, Säuhülbe, Borzelgrube, Kleines Wollenloch, Großes Wollenloch, Borzelloch, Brunnenhöhle und Feuerknochenschacht liegen im FFH-Gebiet. Der Bannwald Siebter Fuß und die Schonwälder Säuhülbe, Glashütte, Kocherursprung, Hitzingsweiler, Kuhstelle und St.Ulrichsholz befinden sich im FFH-Gebiet.
Siehe auch Liste der FFH-Gebiete in Baden-Württemberg
Weblinks
Standarddatenbogen für das FFH-Gebiet „Heiden und Wälder zwischen Aalen und Heidenheim“ Managementplan für das FFH-Gebiet „Heiden und Wälder zwischen Aalen und Heidenheim“ Steckrief des Natura 2000 Gebiets 7226-311 Heiden und Wälder zwischen Aalen und Heidenheim beim Bundesamt für Naturschutz
Kategorie:FFH-Gebiet im Landkreis Heidenheim Kategorie:Geographie (Heidenheim an der Brenz) Kategorie:Schutzgebiet in Königsbronn Kategorie:Schutzgebiet in Essingen (Württemberg) Kategorie:Schutzgebiet in Oberkochen Kategorie:Schutzgebiet in Aalen Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa Kategorie:Schutzgebietsgründung 2018