Hansu-ri () ist ein Ri auf der südkoreanischen Insel Jejudo.
Geografie Hansu-ri liegt an der nördlichen Küste der Vulkaninsel Jejudo am Gelben Meer. Die zwei kleinen vorgelagerten Inseln Daeseom und Tondaeseom gehören zum Gemeindegebiet und wurden in einen 1,5 km langen Wellenbrecher integriert.
Der Ort liegt in der Provinz Jeju und gehört zum Verwaltungsgebiet der Stadt Jeju-si. Es ist Teil der Eup Hallim-eup und grenzt an die Dörfer Daerim-ri (Süden bis Osten) sowie Suwon-ri (Norden). Südlich des nach Westen ins Meer ragenden Wellenbrechers und der Hafenmauer liegt Hallim-ri, von dem Hansu-ri durch das Hafenbecken getrennt ist. Das Ri besteht aus einem einzigen administrativen Gebiet (Hansu-ri) mit 13 Ban. Folgende zwei natürlichen Ortsbezeichnungen sind amtlich erfasst: Mosal-dong und Biseok-dong.
Namensherkunft Der Name „Hansu-ri“ entstand 1953, als die Gebiete Yeonduitgae aus Hallim-ri und Hamulgae aus Suwon-ri zu einem neuen Ri fusioniert wurden. Es handelt sich um die erste Silbe „Han“ () von „Hallim-ri“ () in Kombination mit „Su“ () von „Suwon-ri“ ().
Geschichte Das Gebiet Yeonduitgae war eines der zwei administrativen Gebiete von Suwon-ri. Dieses wurde Suwon2-ri genannt, und 1953 aufgelöst, als Yeonduitgae mit Hamulgae von Hallim-ri fusionierte.
Der benachbarte Hafen von Hallim-ri wurde ab den 1960er-Jahren stark ausgebaut, und die Industrie wuchs schlussendlich bis nach Hansu-ri.
Religiöse Bedeutung In Hansu-ri befinden sich im Vergleich zu den umliegenden Dörfern zwei noch immer genutzte schamanistische Schreine, wodurch der Ort zum lokalen religiösen Zentrum geworden ist. Zuvor befand sich mit dem Yeongdeungdang der Hauptschrein für die Region im Nachbarort Daerim-ri. Ende der 1950er-Jahre wurde er jedoch aufgegeben, und heute steht an der Stelle ein Gebäudekomplex. In diesem Tempel wurde jährlich das Yeongdeunggut durchgeführt, ein mehrtägiges Ritual für gute Ernten an Land und im Wasser. Ein Teil des Rituals wurde bereits damals im Daeseombatdang () auf der Insel Daeseom im heutigen Hansu-ri durchgeführt. Im Jahr 2015 wurde das Yeongdeunggut erstmals wieder durchgeführt – im Daeseombatdang in Hansu-ri sowie im zweiten Schrein des Dorfs, dem Gaedang ().
Infrastruktur Verkehr Zwei größere Straßen durchqueren das Gebiet von Hansu-ri parallel zueinander von Nordosten nach Süden. Die Hallimhaean-ro ist eine Küstenstraße, die über 12 km der gewundenen Nordküste von Jejudo folgt. Sie durchquert dabei Hansu-ri und verbindet es im Norden mit Suwon-ri sowie im Süden – nach einer kurzen Strecke durch Daerim-ri – mit Hallim-ri. Die Hallim-ro verläuft weiter von der Küste entfernt und führt von Suwon-ri durch Hansu-ri nach Daerim-ri. Nach Nordosten hin verbindet die Hallim-ro Hansu-ri mit einer Abfahrt von der Provinzstraße 1132, die bis 2006 als Nationalstraße 12 bezeichnet wurde, und im Süden führt sie ins Zentrum von Hallim-ri. Ganz im Nordosten des Gebiets von Hansu-ri zweigt die Hallimsang-ro von der Hallim-ro ab, die das Hauptsiedlungsgebiet von Hallim-ri ringförmig umschließt. Die einzigen Bushaltestellen befinden sich entlang der Hallim-ro.
Der Anfang der 15. Etappe des Jejuolle-Wanderwegs führt durch Hansu-ri.
Hafen An der Küste befindet sich der nördliche Teil des Hallimhang (), dem großen Hafen von Hallim-ri. Die vorgelagerten Inseln von Hansu-ri wurden in den über einen Kilometer langen Wellenbrecher integriert, der den Hafen schützt. Ein etwa 150 Meter langer Steg befindet sich auf dem Gebiet von Hansu-ri. Auf der vordersten Spitze des Wellenbrechers befindet sich einer von zwei Leuchttürmen am Eingang des Hafenbeckens.
Auf dem Wellenbrecher befindet sich ein Trockendock für Reparaturen an mittelgroßen Schiffen. Bevölkerungsentwicklung +JahrBewohnerHaushalteQuelle202348526020244752532025 (Oktober)446243
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Jeju-do)